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TinkerBell und die Piratenfee

Der kleine Sidekick von Peter Pan erhielt 2008 die Chance auf ein Soloabenteuer und überzeugte mit einem gelungenen Film, welches sogar ohne Bösewicht auskam und somit für jedermann geeignet war. In den nächsten Jahren etablierte sich die kleiner Heimwerkerin und absolviert nun schon ihr fünftes Abenteuer. Zum ersten Mal gibt es hierbei sogar einen Bösewicht, welcher einen gelungenen Bogen zum restlichen Peter Pan Universum schlägt …

Originaltitel: The Pirate Fairy
Regie: Pegga Holmes
Laufzeit: 78
FSK: o.A.
Ton: dts-HD Master Audio 5.1 (Englisch), dts 5.1 (Deutsch, Italienisch, Polnisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Polnisch
Regionalcode: A, B, C
Bildformat: 1,78:1 (1080p)
Produktion: 2014
Erschienen: 16.10.2014
Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment
Preis: 16€

Film:
Das mixen des für das Überleben extrem wichtigen Feenstaubs ist eine Wissenschaft für sich und man hält sich bei der Produktion genau an die Zutaten und Verhältnisse der Substanzen. Da ist kein Platz für Experimente, zumindest wenn es nach dem Chef geht. Zarina sieht das allerdings etwas anders und es kommt, wie es kommen muss. Eines der Experimente geht schief und der Feenglanzbaum erleidet schwere Schäden. Die Konsequenz daraus ist, dass Zarina nicht mehr als Feenglanzfee arbeiten darf, was sie sehr mitnimmt und sie daraufhin das Tal der Feen hinter sich lässt. Ein Jahr später schleicht sich Zarina aber zurück ins Tal und stiehlt den so wichtigen Feenstaub. Diesen benötigt die mittlerweile zum Piratenkapitän beförderte Zarina, um weiter an ihrem eigenen Feenglanzbaum zu arbeiten. Des Weiteren hat sie es geschafft verschiedenfarbigen Feenstaub herzustellen, welcher ihr alle verschiedenen Feenkräfte verleiht.

 

Natürlich kommen TinkerBell und ihre Freunde der Piratenfee schnell auf die Schliche und nehmen die Verfolgung auf, um den Feenstaub zurück ins Feental zu bringen. Richtig gehört, während TinkerBell in den vergangenen Filmen immer allein unterwegs war, zieht sie nun im Avengers Stil mit ihren Feen Freundinnen ins Abenteuer. Allerdings hat Zarina noch einen Trumpf im Ärmel und vertauscht mittels “Zauberei” kurzerhand alle Fähigkeiten der Feen untereinander. So ist Tinkerbell plötzlich eine Wasserfee, während Vidia ihre “Schnell wie der Blitz” Fähigkeit gegen die von ihr so gehasste Tinker Fähigkeit eintauschen muss. Chaos ist also vorprogrammiert …

So kommt ordentlich Schwung in die Sache und sorgt nicht nur für ordentlich Slapstick, sondern auch etwas Spannung, da einfach viel mehr schiefgeht. Zudem wirkt das Piratenabenteuer etwas Erwachsener, was daran liegt, dass es erstmals einen richtigen Bösewicht gibt und die Feen “Erwachsener” (= aufreizender) in Erscheinung treten. Auch der Bezug zum Peter Pan Universum mittels kleinerer Details verleiht dem Film etwas mehr Tiefe. Dennoch ist und bleibt TinkerBell harmlose Familienunterhaltung für jedermann. Dies liegt auch daran, dass die Piraten alles andere als furchteinflössend daherkommen.

Optisch erwartet einem hier im übrigen recht hochwertige Kost und besitzt fast schon Kinofeeling. Zwar ist der Detailgrad und die Animationen ausbaufähig, aber die immer noch sehr gute Qualität wird auch ein Grund gewesen sein, weshalb der Film hierzulande im Kino lief (in den USA war allerdings nur ein Direct-to-Homevideo Release drin). Klar, ein Pixar oder Dreamworks Film ist immer noch in weiter Ferne, aber TinkerBell lässt diverse Filme typischer hingeschluderter TV Produktionen weit hinter sich. Die hochkarätige deutsche/englische Synchronisation (im englischen spricht Captain Hook z.B. Tom “Loki” Hiddleston) tut ihr übriges.

 

Bild:
Technisch gibt es rein gar nichts an dieser Scheibe zu beanstanden. Die Farben sind herrlich kräftig, die Schärfe auf einem sehr hohen Niveau und durch den tollen Kontrast ist das Bild sehr plastisch. Vor allem die kleinen Feenstaub Partikel sind alle klar erkennbar.

Ton:
Hier ist die Technik nicht ganz auf Referenzniveau. So werden vor allem die vorderen Lautsprecher angesprochen, während es von hinten meist nur musikalische Akzente gibt. Dies geht natürlich auf Kosten der Dynamik und etwas der Atmosphäre. Alles in allem OK, aber ausbaufähig.

Extras:
Einblicke in die Produktion wird man hier leider nicht finden, wobei dies die Kleinen unten uns wohl eh nicht interessiert wird. Nur über die Weiterentwicklung der Geschichte und die englischen Synchronsprecher wird kurz in einem Making Of gesprochen. Dafür finden die Kleinen noch vier Kurzfilme, wobei drei aus dem Tal der Feen handeln, während der vierte mit “Cool bleiben” ein neuer Mickey Cartoon ist. Abschließend gibt es noch eine nichtssagende Krokodil Dokumentation und eine Karaokeabteilung mit zwei (leider englischen) Liedern zum mitsingen. Ein Wendecover gibt es wie von Disney gewohnt keines.

 

FAZIT:
Nach zwei spaßigen Abenteuern folgte mit dem recht schwachen dritten Teil “Ein Sommer voller Abenteuer” ein kleiner Ausrutscher, welcher aber schon im Kinofilm “Das Geheimnis der Feenflügel” wieder ausgemerzt wurde. Und auch der neuste Teil der Serie ist wieder herrlich naiv und sehr spaßig und bietet mit den durcheinander gewürfelten Fähigkeiten der Feen genug Potenzial für einen kurzweiligen Kinderfilm. Vor allem die Weiterentwicklung zum Peter Pan Universum gibt der Serie neuen Schub. Einzig die Piraten hätten etwas mehr Charakter vertragen können.

Bild - 10/10
Ton - 6,5/10
Bonus - 4/10
Film - 7/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Buena Vista Home Entertainment zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

 

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