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Transformers - Ära des Untergangs

Die Filme von Michael Bay spalten seit Jahren die Filmfans und erinnern etwas an eine deutsche Tageszeitung. Keiner liest sie, aber dennoch verkauft sie sich wie geschnitten Brot. Genau das trifft auch auf die Transformers Reihe zu. Die Kritiken sind meist vernichtend, aber dennoch machen die Filme Umsätze in Milliardenhöhe. Ok, der erste Film ist auch heute noch für einen kurzweiligen Abend zu haben, doch Teil 2 war nett gesagt einfach nur schlecht. Mit dem dritten Teil ging es dann zwar wieder bergauf, kam jedoch nicht an den Erstling heran. Die Luft war raus und es mussten Änderungen im Franchise her. Gesagt getan, wobei die Änderungen im neusten Teil im Prinzip keinen Einfluss auf den Film hatten. Zwar änderte man den kompletten Cast und taschte einige Transformers aus, doch der Rest wie die Inszenierung und Filmaufbau blieb gleich. Kann das gut gehen?

Originaltitel: Transformers - Age of Extinction
Regie: Michael Bay
Darsteller: Nicola Peltz, Mark Wahlberg, T.J. Miller, Stanley Tucci, Sophia Myles, Kelsey Grammer, Jack Reynor, Thomas Lennon
Laufzeit: 165
FSK: 12
Ton: Dolby TrueHD 7.1 (Englisch), DD 5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1 (1080p)
Produktion: 2014
Erschienen: 11.12.2014
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 18€

Film:
Nachdem der Weltuntergang im dritten Teil in Chicago kurz vor knapp abgewendet wurde, wurden die Menschen darauf getrimmt, dass alle Transformers aus dem Weg geschafft werden müssen. Dabei ist es egal, ob es sich um die bösen Decepticons oder die guten Autobots handelt. So sind alle überlebenden Autobots auf der Flucht und warten auf neue Instruktionen vom Chef Oprimus Prime. Dieser befindet sich allerdings in einem miserablen Zustand und verstaubt in einem alten Kino bis ihn der Erfinder Cade Yeager (Mark Wahlberg) findet und wieder in Gang bringt. Dieser hat nach etwas Überredungskunst von Optimus doch noch ein wenig Vertrauen in die Robos und hilft ihnen die neue Gefahr zu beseitigen. Diese tritt in Form der Geheimorganisation "Cementary Wind" auf den Plan, welche unter Führung von Harold Attinger steht.

 

Wie eingangs erwähnt wurde der komplette menschliche Cast ausgetauscht, doch spielt dies für den Film überhaupt keine Rolle! Zwar ist der Hauptprotagonist Ü40, hat jedoch eine sexy Tochter und ihren Love Interest an der Backe. Und nun ratet mal, was die über 160 Minuten das einzige Haupproblem von Cade Yeager ist. Er mag den Lover seiner Tochter nicht! Sonstige Charakterzüge sind Fehlanzeige und eine Entwicklung findet nicht statt. Und auch sonst bewegen sich die Charaktere auf gewohnten Transformers Bahnen. So umkreist die Kamera pausenlos und recht sexystisch Yeagers Tochter Tessa (Nicole Petz), während unzählige Bösewichte (reicht für noch etliche Sequels aus) ohne erkennbare/logische Motivationen nach dem Leben der Helden trachten und man besonders in den Actionszenen schnell den Überblick verliert wer denn nun eigentlich gut und böse ist.

 

Nachdem man eine dreiviertel Stunde mit der "Charakterentwicklung" beschäftigt wurde, geht es anschließend ohne große Pause brachial bis zum Abspann weiter. Die unzähligen und ausgedehnten Actionszenen weisen keine wirklichen Alleinstellungsmerkmale auf und vermischen sich zu einem zähen Brei. Selbst die groß angekündigten Dinobots verpuffen sang und klanglos im Actiongetümmel und bekamen nur einen kleinen und eigentlich unnötigen Auftritt. Zudem ist der Film eine einzige Marketingveranstaltung auch abseits der Autos. So ist es schon mehr als aufdringlich, wenn Wahlberg genüsslich ein Bier zischt, welches kurz vorher von einem LKW fiel. Doch es gibt auch positives zu berichten. So wurde der kaum erträgliche Klamauk auf ein Minimum reduziert, wodurch "Ära des Untergangs" zum ernstesten Film der Reihe wird und das Militär wurde ebenfalls reduziert, wobei die Tageszeitenwechsel gefühlt doppelt so oft innerhalb einer Szene stattfinden.

 

Bild:
Technisch ist der Film natürlich wieder auf höchsten Niveau. Das Bild ist knackscharf, zeigt massig Details und überzeugt dank tollem (leicht überhöhtem) Kontrast für eine überaus gute Plastizität. Das typische Filmkorn sorgt zudem dafür, dass das Bild recht organisch wirkt. Die Farben wurden zudem wieder etwas verfremdet. Leider wurden die in IMAX gedrehten Szenen gemattet, damit alles in 2,40:1 erscheint und es keinen Formatwechsel (ähnlich “The Dark Knight”) gibt.

Ton:
Während der englische Ton neben einem 7.1 Mix auch im Brandneuen Dolby Atmos Mode auf Disc liegt (konnte leider nicht getestet werden), gibt es die übrigens Tonspuren nur im müden DD 5.1 Mix. Dieser ist zwar sehr gut und bietet genügen Direktionale Effekte und Details, doch fehlt es an Aggressivität. Alles in allem ganz OK, doch letztendlich eine Frechheit von Paramount. Eine DD7.1 oder zumindest dts Spur hätte drin sein müssen!

Extras:
Das Herzstück ist das zirka 2-stündige Making Of “Evolution des Aussterbens”, welches in acht Kapitel unterteilt wurde. Hier erfährt man wirklich alles über die Produktion und kommt sehr interessant daher. Flankiert wird das Making Of von vier kleineren Features, wo es u.a. um Michael Bays Inszenierung geht, es amüsante Einblicke in den Drehalltag gibt, man Infos über die Spielzeugdesign bekommt und abschließend noch auf witzige Art Co Star T.J. Miller begleitet. Zudem gibt es noch Trailer und KEIN Wendecover. Auf der Innenseite befindet sich stattdessen ein Artwork.

 

FAZIT:
Viele wissen, dass ich mit den Transformers immer mal wieder so meine Probleme habe. Der Film ist locker 40 Minuten zu lang, besitzt zu viele unnötige Szenen und die Story ist mit ihrer Vielzahl an Parteien einfach zu überladen und konfus gestrickt. Dies geschieht auf solch einem Level, wo man einfach nach einer Weile abschaltet und sich von der Action nur noch berieseln lässt. Und selbst diese hat man schon besser choreographiert gesehen und kommt wie bei jedem Teil etwas langatmig daher. Technisch ist die Veröffentlichung aber mal wieder ganz weit vorn und schwächelt nur beim Ton!

Bild - 9/10
Ton - 6,5/10
Bonus - 7/10
Film - 4/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

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