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Hercules

Hercules! Sohn von Zeus und unter anderem Bezwinger des Nemeischen Löwen, der neunköpfigen Hydra, des Erymantischen Ebers und des dreiköpfigen Kerberus. Pah! Alles Pustekuchen und erfundene Märchen. Oder?

Originaltitel: Hercules
Regie: Brett Ratner
Darsteller: Dwayne Johnson, Ian McShane, John Hurt, Peter Mullan, Reece Ritchie, Aksel Hennie, Ingrid Bolso Berdal
Laufzeit: KF 98min, DC 101min
FSK: KF 12, DC 16
Ton: dts-HD 7.1 (Englisch), DD5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch), DD2.0 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1 (1080p)
Produktion: 2014
Erschienen: 02.01.2015
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 20€

Film:
Jeder hat sicher schon die Erfahrung gemacht, wenn Kumpels vergangene Peinlichkeiten Jahre später neu aufarbeiten und immer wieder neu Ausschmücken. So blasen sich Geschichten schnell auf und werden zu selbstläufern. Hercules bläst allerdings keine Mischgeschicke auf, sondern seine Heldentaten, welche er zusammen mit seinen Söldnern erlebt. So sind im Endeffekt nicht Hercules sein Seher Amphiaraus (Ian McShane), seine Bogenschützin Atalanta (Ingrid Bolso Berdal), seine Kampfmaschine Tydeus (Aksel Hennie) und der Fernkämpfer Autoycus (Rufus Sewell) die wichtigsten Vertraute des Sohnes von Zeus, sondern der Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie). Hercules muss seiner göttlichen Abstammung natürlich gerecht werden und da ist kein Platz für Teamwork oder verkleidete Halunken, welche sich schon mal als mörderische Hydra ausgeben. So entsteht ein Ruf, der den Söldnern weit vorausgeht und somit für volle Auftragsbücher sorgt. Eines Tages wird die Truppe von Lord Cotys (John Hurt) gerufen, welcher Probleme mit einigen Rebellen hat und bei erledigter Aufgabe Hercules in Gold aufwiegen lassen will. Da überlegt man natürlich nicht lange und Hercules räumt mit seinen Kollegen ordentlich auf. Allerdings hätte Hercules wohl doch etwas länger überlegen sollen...

 

Wie bereits erwähnt, beruhen die Geschichten von Hercules auf ausgeschmückten Halbwahrheiten was im Opening auch herrlich anhand einiger Piraten demonstriert wird. So lockt Hercules einige Piraten in eine Falle, wo diese von seinen Kumpels ausser gefecht gesetzt werden. Kaum lässt sich Hercules vor den übrig gebliebenen Gesindel wieder blicken, machen sich diese vom Acker. Aber auch einige der zwölf Aufgaben werden kurz angeschnitten, aber eben nur angeschnitten. Dies ist mehr als schade, da der Rest der Geschichte nicht so recht zu überzeugen weis. Vor allem Hercules sein dunkles Geheimnis wirkt etwas aufgesetzt und passt nicht ganz zum Augenzwinkern und auf kurzweil getrimmten Film. Dadurch ziehen sich die kapp 100 Minuten vorhersehbarer Film dann doch etwas.

Wie zu erwarten war, ist der Film voll und ganz auf Dwayne "The Rock" Johnson zugeschnitten und die Sandalen passen einfach perfekt. Dies merkt man The Rock auch an, dass er ungemein Spaß an der Rolle hatte und ungemein sympathisch daherkommt. Leider werden auf der anderen Seite Darsteller wie Ian McShane, John Hurt, Joseph Fiennes und Peter Mullan ziemlich verheizt, was vor allem bei den Widersachern negativ auffällt. Ebenfalls nicht ganz überzeugend sind die Actionszenen. Während ein Hinterhalt wirklich sehr gut inszeniert und geschnitten ist und auch die Schnippsel der Heldentaten knackig daherkommen, bleiben die anderen Kampfszenen leider nicht im Gedächtnis hängen. Immerhin kann man sich auf Hercules seine mächtige Keule verlassen, welche für ordentlich Krawall sorgt.

 

Bild:
Der sehr gute Kontrast und die Farbgebung sorgen für ein plastisch wirkendes Bild. Zudem verfügt das Bild über eine sehr gute Schärfe, welche viele hübsche Details zu Tage bringt. Da stören auch die selten etwas zu weich wirkenden Effekt Shots nicht wirklich.

Ton:
Und wieder einmal gibt es in der deutschen Syncronisation nur einen müden DD 5.1 Mix, während der englische Ton in dts-HD 7.1 daherkommt. So kann zwar die Direktionalität meist überzeugen, lässt aber beim Druck deutlich zu wünschen übrig.

Extras:
Anfangs kann man sich entscheiden, ob man sich lieber die Kinoversion (FSK 12) oder doch lieber den Directors Cut (FSK 16) anschauen möchte. Daneben gibt es einen ordentlichen Audiokommentar (nur in der Kinofassung zu hören) von Brett Ratner und noch fünf kleinere Features zum Film. Unter den insgesamt knapp 46 Minuten findet man neben einem sehr kurzen Einblick in die Enstehung des Filmes noch Features über die Waffen, die Kollegen von Hercules, die Schlacht von Bessi und über die Effekte. Abschließend gibt es noch 15 Minuten an erweiterten/entfernten Szenen zu sehen, sowie ein Wendecover. Ach ja, falls man irgendwann mal wie Hercules aussehen möchte, kann sich einen Trainingsplan zu Gemüte führen, welcher sich als Flyer im Amaray befindet.

 

FAZIT:
Ich wollte damals eigentlich ins Kino, da der Trailer recht spaßig war, doch verpasste ich ihn schließlich. "Hercules" fängt gut an und entmystifiziert gekonnt den Sohn von Zeus, was ein grundsätzlich netter Ansatz ist. Leider spielt dies für den Film keine wirkliche Rolle und bezieht sich nur ein paar mal darauf. Somit verschenkte man auch einiges an Gagpotential und Augezwinkern. Auch werden die teils namhaften Nebendarsteller ziemlich verheizt und Hercules seine Probleme wirken aufgesetzt. Zum Glück gibt es Dwayne “The Rock" Johnson der den Karren noch aus den Dreck zieht und durch seine Präsenz den Film knapp über den Durschnitt hievt.

Bild - 9/10
Ton - 7,5/10
Extras - 4/10
Film - 6/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

 

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