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Uncharted: The Lost Legacy
10. September 2017

Eigentlich war für Uncharted 4: A Thief`s End ein “kleiner” Story-DLC geplant, doch im Laufe der Zeit wurde daraus ein Standalone-Spiel mit dem Namen The Lost Legacy. Während das Hauptteam von Naughty Dog mittlerweile mit The Last of Us Part II beschäftigt ist, bekommt ein kleines und junges Team innerhalb des Entwicklerstudios die Chance sich mit der Serie zu beweisen. Doch die Fußstapfen sind groß, zu groß vielleicht?

Daddy-Issues

Die Geschichte von Uncharted: The Lost Legacy dreht sich nicht um Nathan Drake, sondern um Chloe Frazer, welche man noch aus Uncharted 2: Among Thieves kennen dürfte. Ihr Vater war Archäologe und hat sein Leben der Suche nach dem Stoßzahn von Ganesha gewidmet, was letztlich sogar die Familie zerstört hat. Viele Jahrzehnte später macht sich nun Chloe selber auf die Suche nach genau diesem Artefakt und hat sich mit Nadine Ross Hilfe besorgt. Zu Beginn ist dies eine rein professionelle Beziehung, doch im Laufe des Abenteuers lernen sich beide besser kennen und die Chemie wird immer besser. Das muss sie auch, denn mit Asav steht ihnen ein Widersacher gegenüber, der über Leichen geht, um den Stoßzahn zu bekommen.

Mehr Uncharted 4

Gameplaymäßig sollte man in The Lost Legacy keine großen Wunder erwarten. Es ist immer noch ein Third-Person-Shooter mit viel Erkunden und Klettern und das funktioniert so gut wie eh und je. Dabei hat man den Aspekt der offenen Areale noch etwas weitergedacht als schon in Uncharted 4. Ständig befindet man sich in solchen Arealen und kann diese in Ruhe erkunden und dabei einiges finden oder eben übersehen. Besonders interessant wird es, wenn Gegner auftauchen, weil dann die Umgebung genutzt werden muss. Hier bieten sich dann auch zahlreiche Vorgehensweisen. Wer möchte kann zum Beispiel wie Rambo vorgehen und einen nach dem anderen erschießen oder auch in bester Stealth-Manier die Gegner lautlos erledigen. Alles ist erlaubt und dank des Seils kann man sehr schnell von A nach B kommen. Das größte Areal im Spiel erinnert ein wenig an das Madagascar-Areal aus Uncharted 4, wird hier aber viel besser im Sinne einer offenen Welt genutzt. Ihr habt nämlich mehrere Ziele, manche sogar optional und könnt sie nach Belieben abarbeiten. Insgesamt ist das Pacing besser ausgefallen. Uncharted 4 hat sich viel Zeit gelassen, um die Geschichte zu erzählen. In The Lost Legacy wird das Gameplay seltener durch Zwischensequenzen unterbrochen und trotzdem wird die Geschichte vorangetrieben, da die Charaktere nahezu ständig miteinander kommunizieren. Schön sind auch die seltenen, aber guten Puzzles, welche die Umgebung mit einbeziehen. Keines sollte euch vor größere Probleme stellen, aber sie lockern das Gameplay erfolgreich auf.

Überleben ist die Devise

In Sachen Online-Spielmodi hat sich nicht allzu viel geändert. The Lost Legacy verfügt über alle Online-Spielmodi von Uncharted 4 und führt zusätzlich noch einen Überlebens-Modus ein. Hier müsst ihr euch mit ein paar Verbündeten auf einer Karte vor Gegnerwellen schützen und diese natürlich überleben. Dabei werden die Gegner von Welle zu Welle immer stärker und so steigt der Schwierigkeitsgrad bei insgesamt 100 Wellen. Ansonsten findet man die üblichen Vertreter wie Deathmatch oder Capture the Flag.

Holla die Waldfee

Uncharted 4 bot uns bereits wirklich atemberaubende Setpieces, aber The Lost Legacy legt da zum Teil wirklich noch einen drauf. Es gibt dort riesige „Bühnen“ mit unzähligen Details und unvorstellbarer Schönheit. Da haben sich die Entwickler wirklich austoben können und das hat sich ausgezahlt. Zudem sieht das Ganze auf der PlayStation 4 Pro umwerfend aus in 4K und HDR. Das Bild ist zu jeder Zeit sehr sauber und nur sehr selten gibt es mal kleinere Grafikfehler wie Clipping oder ähnliches. Der Mehrspielermodus läuft übrigens auch hier wieder „nur“ in 1080p, dafür aber mit 60 Bildern pro Sekunde, was ein etwas anderes Spielgefühl vermittelt aber im Konkurrenzkampf definitiv von Vorteil ist. Musikalisch gibt es wieder viele epische Stücke zu hören, die jede Szene perfekt einfangen. Die Synchronisation ist auch gelungen und so gibt es hier wenig überraschend nichts zu meckern.

FAZIT:

Uncharted: The Lost Legacy wird zum Preis von 39,99€ verkauft, doch davon sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Das hier ist vom Umfang und der Qualität in jeder Hinsicht ein vollwertiges Uncharted Spiel, welches es problemlos mit Uncharted 4 aufnehmen kann. Es führt die Formel konsequent fort und beweist problemlos, dass die Serie auch ohne Nathan Drake weiterexistieren kann, auch wenn die Chemie zwischen Chloe und Nadine noch nicht ganz so passt, wie zwischen Nathan, Sully und Elena. Leider hat man es mit der Nähe zu Uncharted 4 manchmal etwas übertrieben. Zum Teil erinnern manche Szenen zu sehr an das Hauptspiel oder an andere Spiele der Reihe und so fehlt ein wenig der Wow-Effekt. Etwas mehr Mut für etwas Eigenes wäre hier schön gewesen, aber da hat dann vielleicht die Entwicklungszeit gefehlt. Davon abgesehen, ist The Lost Legacy trotzdem uneingeschränkt zu empfehlen.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Atemberaubende Setpieces
  • Besser genutzte offene Areale
  • Funktioniert auch ohne Nathan Drake

Minuspunkte:

  • Zu wenig eigene Ideen
  • Kleinere Clipping-Fehler
  • Chloe und Nadine sind (noch) kein Dreamteam



Infos zum Spiel
NameUncharted: The Lost Legacy
SystemPlayStation 4
HerstellerSony
EntwicklerNaughty Dog
GenreAction-Adventure
USKab 16 Jahren
PEGI12+
Preis39,99 €
PlatinumNein
Release
 23.08.2017
 22.08.2017
 14.09.2017
Spielerzahl1-10
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
Speicherbedarf49,93GB
HeadsetJa
720pJa
1080pJa
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
PlayStation VRNein
PlayStation 4 ProJa
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Screenshot Galerie
Uncharted: The Lost Legacy
Gameplay
9.5
Atmosphäre
8.5
Grafik
10.0
Sound
9.0
Spielspass
9.0

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