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Dragon Ball FighterZ
4. Februar 2018

Dragon Ball gehört sicherlich zu den erfolgreichsten Animes/Mangas der Welt und das schon seit Jahrzehnten. So ist es wenig überraschend, dass es ständig neue Videospiele zur Serie gibt. Leider waren die allermeisten davon aber bestenfalls durchschnittlich und gehörten definitiv zur Kategorie ”Lizenzschrott”. Diesen Umstand möchte Bandai Namco nun aber ändern und hat sich mit Arc System Works richtige Beat`em Up Erfahrung ins Haus geholt, um mit Dragon Ball FighterZ glänzen zu können.

Für Noobs und Profis

Dragon Ball FighterZ ist ein klassisches Beat`em Up, wie man es vielleicht von Tekken oder Street Fighter her kennt. Einer der größten Unterschiede ist jedoch, dass man nicht im 1 vs. 1 antritt, sondern im 3 vs. 3. Zwar kontrolliert man immer nur einen Charakter, jedoch kann man mit den Schultertasten die Charaktere wechseln oder sie zur Hilfe rufen, um den Gegner zum Beispiel anzugreifen oder den eigenen Angriff noch verheerender zu machen. Klingt simpel, bieter aber erstaunlich viele Einsatzmöglichkeiten und wer zu den besten der Besten gehören möchte, wird diese Technik entsprechend meistern müssen. Um Anfänger aber nicht zu demotivieren, gibt es die sogenannte Autocombos. Hier kann man durch simples Drücken einer Angriffstaste schon längere Kombos einleiten, die auch beträchtlichen Schaden anrichten. Auch sind die aus der Serie bekannten Super-Angriffe, wie Vegetas Final Flash oder Gohnas Vater-Sohn-Kamehameha recht einfach auszuführen. Man muss nur einen Viertelkreis mit dem Analogstick vollführen und die Angriffstaste drücken. Da diese Angriffe aber auch leicht geblockt werden müssen, ist gutes Timing gefragt oder man meistert die Combos. Denn mit den richtigen Combos kann man solche Angriffe an seine Combo anhängen ohne das der Gegner eine Chance hat dies zu verteidigen. So trennt sich letztlich die Spreu vom Weizen und jeder Spieler kann passend zu seinem Level seinen Spaß haben.

Schwaches Tutorial

Wer all das meistern möchte, würde sich sicherlich ein umfangreiches Tutorial wünschen, doch das sucht man vergeblich. Es gibt zwar ein kurzes Tutorial, was einem die Grundlagen beibringt, aber das erläutert einem eigentlich nur die Steuerung. Eine zweite Möglichkeit sind die Kombo-Challenges. Hier darf man pro Charakter 10 Kombos lernen, aber leider gibt es zu wenig Infos zum Timing der Eingaben und auf verschiedene Teamkonstellationen und ihre Möglichkeiten wird nirgends eingegangen. Hier hat man das Potenzial verpasst Einsteigern die Tiefe von Beat`em Ups näherzubringen. Wer mehr als nur die Grundlagen lernen möchte, wird also auf unzählige YouTube-Videos ausweichen müssen.

Gefahr durch C-21

Ansonsten gibt es einen Story-Modus, welcher sich darum dreht, dass plötzlich Klone von Kämpfern wie Son-Goku oder Piccolo aufgetaucht sind und die Welt in Angst und Schrecken versetzen. Wie sich herausstellt, steckt dahinter Android 21, einem eigens für das Spiel entworfenen Charakter. Unterteilt ist die Geschichte dabei in drei Arcs, die jeweils eine andere “was wäre wenn”-Geschichte erzählen. Unterm Strich ändert sich dabei aber eher wenig und wirklich interessant ist die Geschichte nicht. Dazu erhält man viel zu wenig Hintergrundinfos, die Charaktere bleiben blass und bevor es richtig anfängt, ist es auch wieder vorbei. Spielerisch glänzt man hier auch nicht. Denn pro Kapitel befindet man sich auf einer Art Spielbrett und muss zum Boss gelangen und auf dem Weg ein paar Klone besiegen. Leider sind es hier die immer wieder gleichen 5-6 Klone, die man bekämpft, was auf Dauer einfach langweilt. Insbesondere da man eigentlich 24 Charaktere zur Verfügung hätte. Hat man sich durch die ca. 10 Stunden Story gekämpft, kann man sich offline noch einem simplen Arcade-Modus und lokalen Kämpfen und Turnieren widmen.

Zwei Betas sind nicht genug

Die richtige Action findet man aber natürlich online und hier bietet Dragon Ball FighterZ in der Theorie einiges. So gibt es Ranglistenkämpfe, normales Matchmaking, Arenakämpfe und sogenante Ringkämpfe, um sich mit seinen Freunden direkt duellieren zu können. Leider gibt es dabei das Problem, dass zum Beispiel bei den Ranglistenkämpfen das Matchmaking eher schlecht als recht funktioniert. So bekommt man reihenweise Gegner mit schlechter Verbindung vorgeschlagen, die man immerhin ablehnen kann. So dauert es aber schon gerne mal etwas, bis man einen entsprechenden Spielpartner gefunden hat. Ist man dann aber mal im Spiel, läuft alles wunderbar. Nach dem Kampf hat man aber nur die Möglichkeit für maximal zwei Rückkämpfe, da derjenige mit zwei von drei Siegen letztlich gewinnt. Für den Ranglistenkampf ist das noch in Ordnung, bei simplen Online-Matches wäre es aber schön mehrere Rückkämpfe starten zu können, wenn man einen Gegner auf seinem Level gefunden hat, um sich so gegenseitig zu verbessern. Zudem funktionieren die Ringkämpfe derzeit kaum bis gar nicht, sodass Kämpfe gegen Freunde zum Reinen Glücksspiel werden.

Der zum Leben erweckte Anime

Grafisch gibt es fast nichts am Spiel zu kritisieren. Das Spiel ist in einem herausragendem Cel-Shading Look gehalten, der den Look der Serie perfekt einfängt. Bei zahlreichen Angriffen hat man sogar 1:1 die Szenen aus dem Anime übernommen, was natürlich Fan-Service pur ist. Ansonsten sind die Animationen perfekt gelungen und der Anime könnte die Kämpfe nicht besser darstellen. Musikalisch gibt es auch wenig zu meckern und hier wird für alle etwas geboten. Mal gibt es ziemlich rockige Musik, dann etwas Jazz als Theme für den Charakter Hit oder Elektro-Musik. Letztlich verbreitet die Musik gute Laune und das ist was zählt. Lob gibt es auch für die Synchronisation. Zwar muss man auf deutsche Stimmen verzichten, aber dafür kann man zwischen der originalen japanischen Synchro und der grauenvollen englischen Synchronisation wählen. Bei der japanischen Synchro ist es nur etwas schade, dass man die Kommentare im Kampf nicht versteht, da die Charaktere auf Angriffe und Gegner oft individuell reagieren, was zur Atmosphäre natürlich beiträgt. Aber die englische Synchronisation ist es dafür nicht wert.

FAZIT:

Rein vom Gameplay macht Dragon Ball FighterZ so ziemlich alles richtig. Einsteiger werden ihren Spaß haben ohne sich schwere Kombos zu merken und Profis bekommen genug Tiefe, um sich mit den besten der Besten zu messen. Auch die Grafik und Präsentation ist eines Dragon Ball Spiels absolut würdig und dürfte neue Maßstäbe im Anime Videospielesektor setzen. Leider macht all das noch kein perfektes Spiel. So ist insbesondere der Story-Modus eine herbe Enttäuschung in jeder Hinsicht und online läuft das Spiel trotz zwei Betas immer noch nicht rund, was für viel Frust sorgt. Hoffentlich kann der Entwickler zumindest letzteres schnell patchen, aber auch so sollten sich weder Dragon Ball noch Beat`em Up Fans das Spiel entgehen lassen.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Einsteigerfreundliches und gleichzeitig tiefgründiges Gameplay
  • Perfekte Präsentation
  • Japanische Synchronisation

Minuspunkte:

  • Langweiliger Story-Modus
  • Schwaches Tutorial
  • Matchmaking-Probleme im Online-Modus



Infos zum Spiel
NameDragon Ball FighterZ
SystemPlayStation 4
HerstellerBandai Namco
EntwicklerArc System Works
GenreBeat'em Up
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 26.01.2018
 26.01.2018
 01.02.2018
Spielerzahl1-6
SpracheEnglisch
Japanisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
Speicherbedarf4,39GB
HeadsetJa
720pJa
1080pJa
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
PlayStation VRNein
PlayStation 4 ProJa
Videos
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Screenshot Galerie
Dragon Ball FighterZ
Gameplay
8.5
Atmosphäre
9.0
Grafik
9.5
Sound
8.0
Spielspass
8.0
 

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