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A Plague Tale: Requiem
14. Oktober 2022

Nach dem Erfolg von A Plague Tale: Innocence bringen die Asobo Studios jetzt den Nachfolger A Plague Tale: Requiem heraus, was auf dem Erfolg aufbauen soll und die Geschichte des Geschwisterpaars weitererzählt. Doch mit jedem weiteren Spiel steigen natürlich auch die Erwartungen. Kann also der Nachfolger den Erfolg weiterführen? All das und noch viel mehr klären wir in unserem Review.

Weiter, immer weiter…

A Plague Tale: Requiem führt die Geschichte von Amicia und Hugo de Rune weiter. Das potenzielle Heilmittel für Hugo aus dem Vorgänger hat leider die Ausbreitung der Makula nicht aufhalten, aber immerhin verlangsamen können. Also ist die Truppe rund um das Geschwisterpaar weiterhin auf der Suche nach einer Heilung für Hugo. Dabei helfen soll die Order, eine Gruppe von Alchemisten, welche die Makula seit Jahrzehnten bereits untersuchen. Ähnlich wie im Vorgänger läuft nicht alles so wie geplant und so findet sich die Gruppe recht schnell auf der Flucht wieder. Die Geschichte ist aber nicht einfach eine simple Kopie des Vorgängers im neuen Setting, sondern baut auf den Elementen auf und bietet einige durchaus unerwartete Wendungen. Vor allem das Ende ist wirklich gelungen und dürfte jeden auf emotionaler Ebene berühren. Überhaupt fühlt sich die Geschichte deutlich dramatischer und auch gewissermaßen hoffnungsloser an. Man fiebert regelrecht mit den Charakteren mit und hofft, dass man endlich die Lösung für Hugo findet.

Fuck around and find out

Fans des Vorgängers werden sich in A Plague Tale: Requiem direkt wohlfühlen, denn das Gameplay ist eine konsequente Fortführung. In erster Linie ist das Spiel also weiterhin ein Stealth-Spiel, aber im Notfall kann man sich auch wehren. Insbesondere in dem Aspekt hat man zugelegt. Beispielsweise hat man einen Konter-Move, um sich von Wachen zu lösen, und im Spielverlauf findet man auch Messer, die man im Notfall nutzen kann. Die Messer können aber auch für das Öffnen besonderer Schränke genutzt werden und gehen danach zu Bruch, genauso wie ein Messer nur einmal zur Abwehr genutzt werden kann. So muss man sich entscheiden, was einem wichtiger ist. Zudem erhält man im Spielverlauf auch eine Armbrust mit seltenen Pfeilen, um noch ruchloser vorgehen zu können. Ansonsten kann man die aus dem Vorgänger bereits bekannten Spezialsteine mit z.B. Feuereffekt erstellen und dann entweder im Kampf oder für kleinere Rätsel einsetzen. Es gibt aber auch neue Effekte, die wieder neue Möglichkeiten eröffnen. Überhaupt ist das Spiel nicht mehr ganz so offensichtlich dabei zu verraten, was die Lösung für eine bestimmte Szene ist und bietet mehr Möglichkeiten. Das liegt auch daran dass das Spiel auch nicht mehr so linear ist wie der Vorgänger, denn oftmals trefft ihr auf Gegner und Ratten in größeren und offeneren Arealen, die es im Vorgänger nur sehr selten gab.

Ruckeln an der Tagesordnung

A Plague Tale: Requiem ist einer der seltenen Titel, die nur auf der aktuellen Konsolengeneration erscheinen. Das sieht man im Spiel in erster Linie an noch detaillierten Charaktermodellen und auch an den Umgebungen, die noch mehr Details erhalten. Es gibt auch insgesamt deutlich mehr unterschiedliche Umgebungen als im Vorgänger und es findet auch mehr bei Tageslicht statt, was viele Details noch mal mehr zur Geltung bringt. Ehrlicherweise sieht man aber nicht unbedingt einen gravierenden Generationsunterschied, was wohl auch an dem gut aussehenden Vorgänger liegt. Dieser lief aber auf der PlayStation 5 absolut flüssig, was man vom aktuellen Spiel leider nicht behaupten kann. Es gibt regelmäßig Probleme mit der Bildrate, vor allem wenn es dunkel wird und Feuer im Spiel ist. In Extremsituationen scheint das Spiel sogar mit einstelliger Bildrate zu laufen. Solche Extremsituationen stabilisieren sich zum Glück recht schnell wieder, aber auf Dauer ist das doch sehr nervig. Überraschend ist auch dass das Spiel so viele “Drück dich durch eine Lücke um das weitere Level zu erreichen” Szenen enthält, die dank SSDs eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. Selbst vor einigen Ladebildschirmen bleibt man nicht verschont, was man heute kaum noch gewohnt ist.

Gänsehaut-Momente

Immerhin kann die Synchronisation überzeugen, die insbesondere im englischen Original wieder absolut gelungen ist. Hervorzuheben ist auch der Soundtrack, der von mittelalterlichen Instrumenten und klassischen Chören getragen wird. Wenn die Musik in gewissen Szenen einsetzt, wirken manche Szenen gleich noch bedeutender und die Atmosphäre profitiert ungemein davon.

FAZIT:

Mich hat A Plague Tale: Requiem mit seiner Geschichte sofort in seinen Bann gezogen und ich wollte schnellstmöglich das Ende der Geschichte erleben. Es war auf dem Weg wirklich eine Achterbahn der Gefühle und mich haben wenige Geschichten so mitgenommen, wie diese hier. Hinzu kommen die gelungenen Verbesserungen im Gameplay, die etwas mehr Variabilität ermöglichen und man fühlt sich nicht mehr ganz so hilflos, falls man mal entdeckt wird. Erschrocken war ich aber von der technischen Umsetzung. Die Ladebildschirme kann ich verkraften, aber ein Spiel, das die meiste Zeit so dermaßen ruckelt, habe ich selten erlebt. Das einzig positive daran ist, dass es selten spielentscheidend ist. Möglicherweise können die Ruckler mit einem Day One Patch noch ausgemerzt werden, aber zum Zeitpunkt des Reviews vor dem Release war dieser noch nicht verfügbar. Aus diesem Grund kann ich dem Spiel auch nicht mehr Punkte geben als dem Vorgänger, auch wenn die Geschichte und das Gameplay eigentlich mehr verdient hätten. Wer also nicht unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte von Amicia und Hugo weitergeht, der wartet möglicherweise noch etwas ab.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 5 mit 4k HDR TV ]

Pluspunkte:

  • Bewegende Geschichte
  • Verbessertes Gameplay
  • Grandioser Soundtrack

Minuspunkte:

  • Viel zu ruckelige technische Umsetzung
  • Zu viele Ladezeiten und Lade-”Sequenzen”
  • Insgesamt kein grafischer Generationensprung erkennbar



Infos zum Spiel
NameA Plague Tale: Requiem
SystemPlayStation 5
PublisherFocus Home Entertainment
EntwicklerAbsobo Studio
GenreAdventure
USKab 16 Jahren
PEGI18+
Preis59,99 €
Release
 18.10.2022
 18.10.2022
 18.10.2022
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Videos
Thread im Forum
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Screenshot Galerie
A Plague Tale: Requiem
Gameplay
9.0
Atmosphäre
9.5
Grafik
5.0
Sound
9.0
Spielspass
8.0
 

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