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Ratchet & Clank: All 4 One
31. Dezember 2011

A Crack in Time“ sollte das letzte Abenteuer der beiden Helden sein und sie in den wohlverdienten Ruhestand schicken, doch dieser währt nicht lange. Mit „All 4 One“ holen Insomniac Games die Helden aus ihrem Ruhestand zurück und bereiten sich für ihr nächstes Abenteuer vor. Diesmal bekommt das dynamische Duo Verstärkung durch den allerseits beliebten und heldenhaften Präsident Quark und das diabolische Genie des letzten Teiles, Dr. Nefarious. Die vier „Helden“ müssen beweisen dass sie zusammen arbeiten können um das Universum wieder einmal zu retten.

Intergalaktische Sammelstation

Wie schön doch der Ruhestand sein kann. Keine fiesen Monsterinvasionen, keine mechanischen irren Wissenschaftler oder sonstige intergalaktische Bedrohungen, doch so kann man sich irren. Der Ehrenwäre Präsident Quark bekommt den „Intergalactic Tool of Justice Award“ verliehen und Ratchet und Clank begleiten ihn. Die Veranstaltung entpuppt sich als weiterer Versuch von Nefarious um Quark zu töten und hetzt einen Z'Grute auf ihn. Dieser hat aber nicht vor Quark zu fressen und zerstört lieber die ganze Stadt. Als wäre das nicht genug erscheint ein riesiges Raumschiff auf, welches die Kreatur, wie auch Ratchet, Clank, Quark und Nefarious aufsaugt. Dieses riesige Raumschiff, die Ephemeris, entpuppt sich als Kreaturensammler und wurde von Nevo ausgesandt um die gefährlichsten Lebewesen des Universums zu suchen. Mit diesen gesammelten Kreaturen will Nevo eine unaufhaltsame Armee zusammenstellen und das Universum erobern. Um vom Raumschiff zu entkommen und Nevo zu stoppen sind die die Vier gezwungen zusammen zu arbeiten, was nicht immer leicht ist.

Die vier Musketiere: Präsident Quark, Dr. Nefarious, Ratchet und Clank

Einer für Alle und Alle für Einen!

Dieser Teil der Serie unterscheidet sich stark von den Vorgängern, denn hier liegt der Multiplayer im Vordergrund. Aus diesem Grund wurden viele Änderungen durchgeführt um das Konzept an die Spielreihe anzupassen, mehr oder weniger zur Freude der Spieler. Insgesamt kann man bis zu vier Spieler das Abenteuer bestreitet, offline wie auch online. Sollte man keinen Partner zur Verfügung haben, stellt diesen das Spiel. Dieser agiert erstaunlich klug und hilfreicher als so mancher menschlicher Mitspieler. Beginnen wir nun das eigentliche Abenteuer. Der Spieler hat die Auswahl zwischen Ratchet, Clank, Quark und Nefarious. Damit es zu keinen Streitigkeiten bei der Figur Wahl kommt, verfügen alle über die gleichen Fähigkeiten, wie auch Eigenschaften. Einzig eine Spezialwaffe unterscheidet die Figuren. Zur Standardausstattung gehört auch ein Staubsauger. Dieser ermöglicht das Einsaugen der Mitspieler, damit man diese auf Schalter, Gegner oder über Schluchten schießen kann. Zudem ist er ein hilfreiches Werkzeug bei den zahlreichen Schalterrätsel und „Fahrzeug“ Abschnitten. Die Serientypischen Waffen sind leider eines der Opfer der starken Multiplayer Fokussierung. Statt der üblichen kreativen und überpowerten Waffen sind diese eher langweilig und schwach. Durch diese Änderung ist man gezwungen, dass alle Mitspieler auf denselben Gegner feuern um dadurch mehr Schaden zu verursachen. Das gemeinsame anvisieren hat einen Vorteil, denn wer lang genug schießt, setzt die besondere Fähigkeit der Waffe frei. Während der Blaster nur eine zusätzliche Explosion erzeugt, verwandelt man durch das gemeinsame Benutzten des Verniedlichers alle Gegner in der Umgebung in Tiere. Waffen werden wie üblich beim Händler gekauft. Dieser hat dieses Mal auch verschiedenen Modifikationen für die Waffen zur Auswahl, da die diese nicht aufleveln. Auch die RIDA hat es wieder in das Spiel geschafft, in Form eines mächtigen Kampfanzugs. Um schnell an die Waffen zu kommen, wurde das Waffenrad auf den rechten Stick gelegt. Dadurch entfällt die Freie Kamera und man hat immer nur einen Blickwinkel. Damit ist sichergestellt, dass alle Figuren zusammen bleiben.

Schnell wird man feststellen, das man einen vordefinierten Pfad folgt und die Handlung gibt vor, welcher Planet als nächster besucht wird. Die neu eingeführten Miniplaneten und Raumschiffeinlagen aus „A Crack in Time“ wurden leider gestrichen. Zumindest haben es wieder die bekannten Gold-Bolts und Stil-Punkte ins Spiel geschafft. Erstere schalten neue Kostüme für unsere Helden frei und letztere wie immer Cheats und Konzeptzeichnungen. Kommen wir wieder auf den Multiplayer zurück. Ohne gemeinschaftliches Arbeiten kommt man nicht weiter. Oft muss ein Mitspieler einen Schalter bedienen und der Andere kämpft sich zum nächsten vor. Die Schalterrätsel sind ebenfalls abgestimmt, dass man diese nur zu zweit schafft. Vereinzelt überrascht das Spiel mit sehr guten Coop Einfällen. Ein Abschnitt erfordert den Transport von leuchteten Kristallen von A nach B. Hier zieht einer den Transporter, während der Mitspieler ihn beschützt. Die kniffligsten kooperativen Einlagen liefern die RIDA Teile. Wer ein Item will, wird in ein Labor gebeamt wo man unter Zeitdruck gemeinschaftlich Rätsel lösen muss. Zwar sind diese nicht schwer, erfordern aber einiges an Timing. Für jede gemeinschaftliche Aktion gibt es Punkte. Am Ende jedes Abschnittes gibt es eine Statistik welche den Sieger kürt. Insgesamt kann man in vier Kategorien Punkte sammeln: erledigte Gegner, gesammelte Bolts, aufgesaugte Tiere und Coop Punkte. Belohnt wird man mit einem Titel und der Erkenntnis, dass man der Beste war. Preise gibt es nur in Form von Bolts, mehr leider nicht.

Zu viert ballert es sich gleich viiieeeelllll besser

Kann mal jemand Rico rufen!

Ich hab mich während des Spiels öfters gefragt, ob ich nicht Starship Troopers spiele, denn man hat mit mehr Bugs zu kämpfen als auf ganz Klendathu. Während der Offlinemodus noch stabil und fast fehlerfrei läuft, ist es Online eine Katastrophe. Die Liste der gefunden Bugs ist elend lang, nur ein kleiner Auszug mit was ich kämpfen musste: unerklärliche Tode und Spiel Abbrüche, eingefrorene Gegner, Tiere, Mitspieler und PS3, Speicherpunkte wurden nicht erkannt und „kleinere“ Clipping Fehler. Diese Punkte haben das Spielerlebnis für mich zu einer Geduldsprobe werden lassen - besonders der letzte Abschnitt. Aus unerklärlichen Gründen wurde nicht die CGI Sequenz abgespielt und die Grafik ruckelte nur. Nach ca. 10 Versuchen hab ich es dann doch irgendwie geschafft, in dem ich 10 Minuten gewartet hab bis alles geladen war. Selbst als ich dachte ich wäre mit den Spiel durch und endlich kann ich ihn mit einer anderen Figur einen weiteren Durchgang wagen, machte mir das Spiel einen Strich durch die Rechnung. Es erkannte einfach nicht, dass ich es durchgespielt hatte, trotz erhaltener Trophäe.

Ein Animationsfilm zum Spielen?

Als Ratchet & Clank ihren ersten PS3 Auftritt feierten, gab es unzählige Vergleiche mit dem Pixar Studio. Videospiele hatten endlich die Qualität eines Animationsfilms erreicht! Doch seitdem sind einige Jahre vergangen und der Zahn der Zeit nagt auch an dieser Spielengine. Zwar ist das Design der Figuren und Planeten wiedereimal über jeden Zweifel erhaben und die Levels glänzen mit hervorragenden Lichteffekten, doch immer häufiger werden die unsauberen Ecken. 720p werden noch immer nicht erreicht und von 60 FPS kann man nur träumen. Da fragt man sich wirklich, warum es eine Zwangsinstallation gibt. Das gute ist aber, das drum herum lässt einem diese Fehler verzeihen und man verliert sich in der phantasievollen Welt. Ratchet & Clank Spiele waren noch nie für ihren epischen Soundtrack bekannt und dieses Spiel wird es auch nicht sein. Doch dafür kann sich die Synchronisation hören lassen, welche man auch ohne Bedenken auf Deutsch genießen kann. Die Sprecher haben mittlerweile sehr viel Erfahrung in ihren Rollen und das merkt man. Auch abseits der Zwischensequenzen gibt es zahlreiche Dialoge, denn je nach Partner variieren die Sprüche. Ich empfehle hier die Quark/ Nefarious Kombination.

Ugh, der sollte mal was gegen seinen Mundgeruch machen!

FAZIT:

Ich war am Anfang nicht ganz überzeugt von dem Multiplayer Konzept, andererseits hat schon Nintendo mit „New Super Mario Bros.“ Auf der Wii-Konsole bewiesen, dass Jump’n‘Run Spiele auch zu viert funktionieren. Am Anfang wirkt das Konzept sehr seltsam, man vermisst einfach zu viel was die Serie ausmachte. Keine freie Planeten Auswahl, keine Rüstungen oder auflevelbaren Waffen, alles was Spaß machte wurde gestrichen. Doch je weiter man sich in das Spiel vertieft merkt man, dass es diese Kürzungen logische Punkte sind. Man kann in einen Coop Spiel keinen Mitspieler eine überpowerte Waffe geben, er würde die ganzen Punkte der Mitspieler stehlen. Ebenso wären mehr Lebenspunkte gegenüber den anderen Mitspielern unfair. Diese drastischen Einschnitte in das bewehrte Konzept waren in der Entwicklung wohl keine leichte Entscheidung und man rechnete schon mit dem Unmut der Fans. Aus diesem Grund versuchte man auch die Multiplayer Kampagne einfallsreich und abwechslungsreich zu gestalten, mehr oder weniger erfolgreich. Ein Großteil der Kampagne ist leider zu simpel und einfallslos geraten, aber dann gibt es Momente wo der Kreative Ehrgeiz der Entwickler durch bricht und man sich auf seinen Partner zu 100% verlassen muss. Da fragt man sich schon, warum nicht die ganze Kampagne dieses Niveau halten kann. Das eigentliche Problem des Spieles ist, dass man am einfachsten und wichtigsten Punkten eines Multiplayerspieles scheitert, der Wettstreit. Warum gibt es keine Belohnung wenn man bei den Wertungen erster wird oder das Fehlen einen Profils, wo alle Erfolge und Auszeichnungen gelistet werden. Mir ist das Fehlen dieser Punkte völlig unverständlich, da man diese Statistik schon in Resistance 2 findet und auch in „A Crack in Time“. Dadurch geht eine Menge Spaß und Ehrgeiz verloren. Auch das Versprechen eines Drop in-Drop Out Multiplayer ist wurde auch nicht erfüllt. Offline klappt es zwar immer ohne Probleme in ein Spiel einzusteigen, aber sobald man online ist wird das Spiel unterbrochen und man darf vom nächsten Checkpoint aus starten. Diese Punkte drücken einfach zu sehr den Spielspaß. Tja und dann gibt es noch das Kapitel mit den Bugs. Trotz Patches sind diese noch zahlreich vorhanden und ich sehe hier auch keine Besserung. Aber genug gejammert. Für den ersten Multiplayer Ausflug der Serie schlägt sich der Titel recht wacker. Die Dynamik der Charaktere und die phantasievolle und humorvolle Welt wurde beibehalten, nur das angezielte Konzept erreicht man nicht. Viele Ideen sind da und im Grunde funktioniert diese auch, doch leider scheitert man an der Umsetzung. Wenn sich IG diesen Fehlern annimmt und den Wettstreit mehr in den Vordergrund hebt, besteht durchaus Hoffnung, dass ein weiterer Teil an die Erfolge der Vorgänger anschließen kann. „All 4 One“ ist nur Mittelmaß und kann die Erwartungen auch nicht erfüllen.

[ Review verfasst von Andy ]

Vorbestellerbonus

Auch für „All 4 One“ gab es wieder einen Vorbesteller Bonus. Mit dem richtigen Code kann man den allerseits beliebten Mr. Zurkon und dem Pyro (Flammenwerfer) früher freischalten. Für den Verniedlicher konnte man zwei weitere Tier Skins freischalten. Den feuerspuckenden T-Rex und das Schaf, welches wohl eine Anspielung auf Insomniac Games erstes Spiel ist.

Pluspunkte:

  • Ausgefallenes und farbenfrohes Design
  • Klasse Charaktere
  • Verniedlicher-Waffe ist genial

Minuspunkte:

  • Viele Bugs und Glitches
  • Spielkonzept nicht zu Ende gedacht
  • Kampagne nicht sonderlich spannend



Infos zum Spiel
NameRatchet & Clank: All 4 One
SystemPlayStation 3
HerstellerSony
EntwicklerInsomniac Games
GenreJump'n Run
USKab 12 Jahren
PEGI7+
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 21.10.2011
 18.10.2011
 20.10.2011
Spielerzahl4
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
HeadsetJa
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Ratchet & Clank: All 4 One
Gameplay
6.5
Atmosphäre
7.0
Grafik
8.0
Sound
7.0
Spielspass
6.5
 

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