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Rayman Origins
18. März 2012

1992 erschuf Michel Ancel (Schöpfer von „Beyond Good and Evil”) die Comicfigur Rayman. Ein Held ohne Arme und Beinen, aber mit Händen, Füssen und dem Herz am rechten Fleck. Unser Held kämpfte sich erfolgreich durch drei Teile, von der PS1 bis PS2 (OnPSX Review), bis er seinem größten Feind gegenüberstand, den Raving Rabbids (OnPSX Review). Die lustigen Hasen verdrängten Rayman und es schien als würde der Held in Vergessenheit geraten. Doch so einfach lässt sich Rayman nicht unterkriegen und feiert mit Origins seine Wiedergeburt und kehrt als klassischer 2D Plattformer zurück. Anfangs nur als Download Titel geplant, wurde das Spiel immer größer und umfangreicher und erschien als vollwertiger Titel 2011 für die PS3. Pünktlich zum Europa Start der PlayStation Vita erscheint auch Origins für den Handheld und präsentiert sich als erstaunlich guter Port ohne große Kürzungen.

Die Geburt eines Helden

Die Lichtung der Träume wurde von den Darktoons überfallen und das ganze Land wird langsam von diesen bösartigen Toons übernommen. Die Feen stehen dieser Übermacht hilflos gegenüber und rufen den größten Helden des Landes zur Hilfe, Rayman. Seine Aufgabe ist es die Darktoons und ihren Meister zu vernichten und zu vertreiben, doch unser Held scheint dieser Aufgabe noch nicht gewachsen zu sein. Es fehlt ihm noch an den passenden Fähigkeiten, so zieht er mit seinen Freunden Globox und zwei Zauberern, den Kleinlingen in die Welt hinaus um sich diese Eigenschaften anzueignen und den Feind zu vertreiben. Das Spiel ist ein klassischer Plattformer durch und durch. Die Geschichte gibt euch genug Handlung um Level für Level zu schaffen. Große und dramatischen Storyelemente gibt es nicht, aber wer braucht das schon, was hier zählt ist das Gameplay und das überzeugt in allen Belangen!

Rayman und seine Freunde müssen zahlreiche knifflige Geschicklichkeitspassagen überwinden

Ein Plattformer für das Jahr 2012!

Rayman Origins ist nicht nur die Wiedergeburt eines klassischen Helden, sondern auch des Plattformer Genres. Die Steuerung ist Punkt genau und der Bildschirm Held setzt sofort jede eurer Eingaben um. Jeder Sprung, Schlag oder sonst was sitzt perfekt und wenn mal doch nicht, ist es die Schuld des Spielers. Diese punkt genaue Steuerung verdankt man vor allem dem neuen Digi-Kreuz der Vita, aber auch mit dem Stick lässt sich unser Held genau steuern. Im Laufe des Spieles erlernen Rayman und seine Freunde vier verschiedene Fähigkeiten, gleiten, schlagen, schwimmen und der allerseits beliebte Wand und Deckenlauf. Diese Fähigkeiten werden auch dringend benötigt, den die 60 Level machen davon ausgiebig Gebrauch. Grob kann man das Spiel in zwei Abschnitte unterteilen, in "der sanfte Einstieg" und "wie setzt man erlerntes um?". Im ersten Abschnitt werden dem Spieler die verschiedenen Fähigkeiten näher gebracht und Levels sind genau auf diese Abgestimmt. In diesen Welten wird man nie ein Hindernis begegnen, welches eine andere Fähigkeit als erlernt voraussetzt. Dadurch entfällt das „Backtracking“ zur Suche nach neuen Geheimnisse, aber keine Sorge ihr werdet die alten Levels noch oft genug spielen. Der zweite Abschnitt baut auf die erlernten Fähigkeiten auf und testet euer Geschick und Konzentration. Hier erwarten dem Spieler knackige Sprungeinlagen und spannende Bosskämpfe, sowie ein Finale in dem das Timing stimmen muss! Wer ein Level erfolgreich abschließt wird mit einem Electoons belohnt. Diese quirligen Kerlchen schalten neue Figuren frei, mit denen man spielen kann wie auch Schatzkistenjagten. Fast in jeden Level kann man 6 dieser Electoons erhalten. Das erste erhält man wenn man das Level erfolgreich gemeistert hat, zwei weitere verstecken sich in geheimen Bereichen. In diesen Bereichen muss man bestimmte Aufgaben meistern, diese reichen vom einfachen Gegner blasonieren bis hin zu Haare raufenden Geschicklichkeitseinlagen. Die letzten drei gibt es für das Einsammeln der goldenen Lums und für Bewältigung des Levels in einem bestimmten Zeitlimit. Wie vorhin angesprochen, schallten die Electoons Schatzkisten frei, bei denen ihr euer Können als Jump & Run Spezialist beweisen müsst. Habt ihr euch dieser Prüfung gestellt und die 10 Schatzkisten gemeistert, erwartet euch das härteste Level im ganzen Spiel. Doch in Origins wird nicht nur gesprungen. Zur Auflockerung gibt es immer wieder Side-Scroll Shooter Level, wo ihr auf einer Mücke sitzt und die Gegner vom Himmel ballert. Leider wurde das Spiel gegenüber der PS3 Version etwas gekürzt. Jedes Level konnte man mit insgesamt vier Mitspielern bestreiten, aber nicht auf der PlayStation Vita. Stattdessen wurden neue Funktionen speziell für den neuen Handheld hinzugefügt. Besiegte Gegner, welche als große Seifenblasen aufsteigen, kann man mit Hilfe des Touch Screen platzen lassen, auch kann man auf diese Art bestimmte Lums einsammeln. Zusätzlich wurden in jeder Welt Relikte versteckt die man suchen muss und über "Near" teil. Zwar wurde der klassische Mehrspieler gestrichen, doch gibt es zumindest eine Geist Spielmodus. Bestimmte Level kann man gegen die Uhr Spielen und mit Freunden teilen. Leaderboards gibt es keine, der Geist wird nur über "Near" geteilt. Alle diese Funktionen sind gut in das Spiel integriert und wirken nicht sehr gimmiglastig. 

Gigantische Endgegner wollen besiegt werden

Eine Spielengine für Künstler!

Rayman Origins ist das erste Spiel, welches auf der neu entwickelten UbiArt Framework läuft. Diese Spiel Engine wurde extra für Zeichner und Künstler entwickelt um ihre Animationen 1:1 zu übernehmen. Jede Figur, jeder Hintergrund, jedes sonstige Element wurde in Rayman Origins per Handgezeichnet und das Ergebnis ist mehr als beeindruckend. Rayman und Co verfügen über unzähliger Animationen, die an jede erdenkliche Gelegenheit angepasst sind. Hintergründe sind farbenprächtig und sprühen nur vor liebevollen Details welche ein Künstler versteckt hat. Eigentlich schade, dass man sich relativ schnell durch die Levels bewegt, denn man sollte die Zeit nutzen um sich diese einzigartigen Hintergründe und Animationen zu bestaunen. Für alle die sich die nehmen wollen um alles genauer zu erforschen, hat UbiSoft ein Zoom Feature eingebaut. Doch das Beste zum Schluss, das Spiel läuft derart flüssig, dass man schon fast das Gefühl bekommt man spiele einen Trickfilm. Das einzige Manko ist, dass bei der Fülle an Zeichnungen und Hintergründe das Spiel des Öfteren hinauskommen muss, damit man seine Sprünge genauer planen kann. Dabei kann es vorkommen, dass die Spielfigur schwer zu erkennen ist. Diese Szenen sind glücklicherweise eine Seltenheit und stellen kein großes Problem dar. Auch bei der Musik setzt Ancel auf einen alten Bekannten mit dem er schon bei Beyond Good & Evil zusammen gearbeitet hat, Christophe Héral. Sein Soundtrack passt perfekt zur kunterbunten Rayman Welt und unterstreicht nochmal den liebevollen Trickfilm Flair. 

Die Grafik ist einfach traumhaft

FAZIT:

Rayman Origins ist das moderne Jump & Run auf das viele gewartet haben. Angefangen von der Präsentation bis hin zum Gameplay zeigt das Spiel keine Schwächen. Zudem ist es für Anfänger wie auch Profis geeignet. Dadurch, dass es keine klassischen Leben gibt, ist der Frust beim Ableben seiner Figur nicht allzu groß und wer nach unzähligen Versuchen noch immer nicht weiter kommt, kann das Level sogar  überspringen. Profis werden ihren Spaß an den Schatztruhenjagten und am höllischen Letzten Level haben. Die Levels haben genau die richtige Länge für ein Handheld Spiel. Eine kurze fünf Minuten Werbepause reicht aus um mal schnell ein Level zu spielen und die PlayStation Vita wieder weg zulegen. Zudem laden vollende Welten immer wieder darauf ein alle versteckten Electoons zu suchen oder endlich die geforderten 350 goldenen Lums einzusammeln. Schade ist eigentlich das der Mehrspieler gestrichen wurde. Online kann man vielleicht noch verstehen, aber zumindest Ad-Hoc hätte unterstütz werden können. Dies ist auch mein größter Kritikpunkt, da diese Spielmechanik ein Kernelement bei den Konsolenversionen ist. Wer auf der Suche nach dem perfekten Jump & Run ist sollte hier zuschlagen. Dieses Spiel ist definitiv einer der besten Lunchtitel für die Vita, wenn nicht sogar der Beste!

[ Review verfasst von Andy ]

Kommentar von crack-king:

Ich kann meinem Kollegen Andy da nur zustimmen. Rayman Origins ist nach langer Zeit endlich wieder ein würdiger Vertreter des Jump `n Run Genres und besticht vor allem durch das simple, fordernde und vor allem spaßige Gameplay und einer bezaubernde Welt. Denn die handgezeichneten Sprites protzen nur so vor Liebe und Details und man möchte gar nicht mehr aufhören, da man immer wieder kleine Details findet, die einen ins Staunen bringen. Man merkt dem Spiel einfach an, dass man hier wirklich motiviert gearbeitet hat und so kann man dem Spiel eigentlich nur ankreiden, dass der Multiplayermodus aus der PS3-Version fehlt. Man muss dazu aber sagen, dass einem dadurch kein Nachteil entsteht. Wer also mal wieder ein wirklich tolles Jump `n Run im Stile eines Super Mario spielen möchte, kommt aktuell nicht an Rayman Origins vorbei!

Pluspunkte:

  • Schnelle, präzise Steuerung
  • Handgezeichnete Grafik
  • Liebevolle Helden

Minuspunkte:

  • Keine richtige Handlung
  • Ab und zu wird es zu unübersichtlich
  • Kein Mehrspielermodus in der Vita-Version



Infos zum Spiel
NameRayman Origins
SystemPlayStation Vita
HerstellerUbisoft
EntwicklerUbisoft Montpellier
GenreJump'n Run
USKab 6 Jahren
PEGI7+
Preis34,99 €
PlatinumNein
Release
 22.02.2012
 15.02.2012
 12.04.2012
Spielerzahl1
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf10MB
Mehr...

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Screenshot Galerie
Rayman Origins
Gameplay
10.0
Atmosphäre
9.0
Grafik
9.5
Sound
9.0
Spielspass
9.5

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