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Trine 2
24. März 2012

Vor über zwei Jahren erschuf das kleine finnische Team Frozenbyte mit „Trine“ (OnPSX Review) eines der wunderschönsten Jump & Run Spiele der letzten Jahre. Aber nicht nur die Präsentation überzeugte, auch die Spielbarkeit war über jeden Zweifel erhaben und mischte unter das klassische Jump & Run Gameplay zusätzlich noch Rätseleinlagen wie beim Klassiker „The Lost Vikings“. Kritik erntete der Erstling bei uns nur beim zu leichten Schwierigkeitsgrad und das die einzelnen Fähigkeiten zu selten vom Spiel eingefordert wurden. Nach langem Hick Hack („Trine 2“ ist im US Store schon seit Monaten erhältlich) erscheint nun auch der neuste Streich im europäischen PSN Store und schickt sich an, dass Gameplay weiter zu perfektionieren. 

Dreiecksbeziehung

Im Erstling waren die Drei unfreiwilligen Helden Pontius der Ritter, Amadeus der Zauberer und Zoya die Diebin durch den Bann des Trine‘s aneinander gefesselt und mussten diesen erst lösen um wieder frei zu sein. Im neuen Teil ruft der Trine erneut nach dem Trio, um ein Unheil abzuwenden und die Welt vor der Dunkelheit zu retten. Der Plot ist genauso dünn wie im Vorgänger und wird ähnlich emotionslos vorgetragen (da helfen auch die bekannten deutschen Sprecher nichts). Immerhin nervt die Story nicht, oder ist künstlich an den Haaren herbeigezogen.

Auf zum zweiten Abenteuer...

Wieder spielt man alleine alle drei Charaktere gleichzeitig und kann jederzeit durch die Riege zappen (sofern noch alle am Leben sind). Hat man jedoch noch ein/zwei Kumpels neben sich oder dieses Mal sogar irgendwo anders auf der Welt sitzen, kann man das Spiel auch im Koop-Modus bestreiten. Hier spielt entweder jeder einen festgelegten Charakter, oder man zappt auch hier jederzeit durch die drei Helden wider Willen. Der Ritter schnitzt sich gekonnt durch die Gegner oder schützt sich und seine Gefolgsleute mit einem Schild vor herabfallenden Geröll, während die Diebin mit ihren Pfeil und Bogen Goblins auf höher gelegenen Plattformen in Schach hält und sich geschmeidig über Abgründe schwingen kann. Der Zauberer hingegen benutzt eher sein Köpfchen und zaubert Kisten oder Planken herbei, auf die sich die anderen stellen können. Zudem kann er diverse Gegenstände bewegen und manipulieren, um entweder den Weg freizumachen, oder Gegner hinterlistig über den Jordan zu jagen. So versucht man durch Kombinationen der einzelnen Fähigkeiten die Figuren ohne Schaden vorbei an Fallen oder Gegnerhorden zu manövrieren. Reichen die Fähigkeiten irgendwann nicht mehr aus, kann man mittels eines Punktesystems neue erlernen oder vorhandene erweitern. Notwendig ist dies zwar nicht, aber um an alle Geheimnisse zu kommen sinnvoll. Um an die begehrten Punkte zu kommen, braucht man übrigens nur Ausschau nach den bläulich schimmernden Kugeln zu halten. Hat man die Punkte schließlich verteilt, kann man sich Charakterabhängig nun unsichtbar machen, mehrere Objekte herbeizaubern, Hämmer werfen oder Feuerpfeile schießen.

Gehirnjogging oder Fingerakrobatik? 

Während im ersten Teil die Rätsel noch recht einfach gestrickt waren und sich öfters wiederholten, sind die Knobeleien in „Trine 2“ etwas abwechslungsreicher ausgefallen. So verlegt man Rohrleitungen um, muss diverse Physikspielereien überstehen, Wasserläufe ändern oder die neu hinzugekommenen Teleporter richtig anordnen, um in bester „Portal“ Manier das Rätsel zu knacken. Während man in „Trine“ noch fast das komplette Spiel mit der Diebin absolvieren konnte, muss man jetzt immer wieder durch die Drei Figuren schalten. Spielt man zu zweit, werden aber wie schon beim ersten Teil die meisten Rätsel zum Kindergeburtstag. Anstatt sich nämlich zu überlegen, wie man von A nach B kommt, kann man auch einfach eine Planke herbeizaubern und seinen Kumpel hinüber surfen lassen. Spezielle Levels für zwei oder drei Spieler wären hier wirklich nett gewesen. Bei „Outland“ (OnPSX Review) waren diese Levels nämlich eine perfekte Ergänzung zur Solokampagne, bzw. hätten es vielleicht auch nur Levelabschnitte wie in „Little Big Planet“ sein können.

Physik-Puzzles lockern das actionreiche Spielgeschehen auf

Neben all den Kombinationsaufgaben ist „Trine 2“ im Herzen aber auch noch immer ein klassisches Jump & Run. So läuft man die meiste Zeit durch wunderschön gestaltete Levels und springt von einer Plattform zur nächsten. Die Steuerung ist dabei schön direkt, wenngleich nicht so perfekt und genau wie in „Outland“. Jedoch ist das Spiel während dieser Szenen, wie schon im Vorgänger, einfach zu leicht geraten. Da hat man schon drei verschiedene Charaktere zur Wahl, doch letztendlich überwindet man alles mit allen Figuren. Zwar ist der Ritter z.B. behäbiger als die Diebin, doch wirklich signifikant ist der Unterschied leider nicht. Zudem sind die Kämpfe wieder recht eintönig und verlangen einem selbst bei größeren Brocken wenig Taktik ab. Ebenfalls werden sich Grobmotoriker auch über die zahlreichen Checkpoints freuen, welche aller paar Meter zu finden sind. Sollte man also man sterben, ist man ohne große Wege gleich wieder am Brennpunkt.

Märchenhaft schön

Schon der Vorgänger war grafisch ein absoluter Hingucker, doch Frozenbyte legt hier noch einige Schippen oben drauf! Zum einen läuft das Spiel nun auch im Multiplayer durchgängig flüssig und zum anderen gibt es jetzt auch viel mehr Außenareale zu erkunden. Die Grafik ist für solch einen Titel bombastisch. Bunt, flüssig, detailliert und mit einem herrlichen Design. Dazu gibt es viele verschiedene Tageszeiten und Witterungsverhältnisse, welche vor allem durch die wunderschöne Lichtsetzung überzeugen. Zudem wirken die Grafiken enorm plastisch und haben eine tolle Tiefenwirkung! Der Soundtrack stammt übrigens wie schon in „Trine“ und auch bei „Outland“ aus der Feder von Ari Pulkkinen. Dieser ist wieder sehr schön geworden und unterstützt gekonnt die Atmosphäre. Leider ist die deutsche Synchronisation ein ziemlicher Reinfall geworden. Wie schon im ersten Teil, sind die Stimmen recht emotionslos und teils auch etwas peinlich ausgefallen. Zwar kann man auch zur englischen Synchronisation wechseln, doch ist diese auch nicht wirklich besser.

Absoluter Hingucker - ein farbenprächtiger Endgegner

FAZIT:

„Trine 2“ ist unglaublich hübsch geworden! Die Grafik lässt einen mehrmals seufzen und raunen und über so manchen Fehler hinwegsehen. Spielerisch hat sich zwar nicht allzu viel getan, doch sind die Rätsel im Singleplayer-Modus um einiges knackiger geworden. Auch gibt es nun mehrere verschiedene Gegnertypen, wenngleich man alle mit derselben Taktik – nämlich einfach draufhauen – niedermachen kann und ein besseres und Abwechslungsreicheres Leveldesign. Leider ist „Trine 2“ im Multiplayer-Modus wieder zu einfach geraten und ist wenig fordernd. So geht den Rätseln einfach die Luft aus, wenn man auch einfach mit einer fliegenden Planke die einzelnen Charaktere zum Ziel bringen kann. Alleine also ein richtiger Top Titel, doch mit mehreren nur Durchschnitt. Letztendlich ist „Trine 2“ eine typische Fortsetzung geworden. Sprich von allem etwas mehr, aber im Grundgerüst dasselbe. Hat man den Erstling gemocht, wird man auch hier wieder glücklich, zumal der Preis für die ca. sechs bis sieben Spielzeit mehr als in Ordnung ist. Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass die Grafik eine absolute Bombe ist!

[ Review verfasst von Shagy ]




Infos zum Spiel
NameTrine 2
SystemPlayStation 3
E-Distribution only
HerstellerAtlus
EntwicklerFrozenbyte
GenreJump'n Run
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis7,99 €
PlatinumNein
Release
 07.03.2012
 21.12.2011
Spielerzahl3
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
HeadsetJa
720pJa
1080pJa
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
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