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Gunpey
29. April 2012

Ich bin seit „Sega Rally“ ein großer Verehrer von Tetsuya Mizuguchi, da seine Spiele immer das Gewisse etwas hatten und sich technisch wie spielerisch steht's auf hohem Niveau befanden. Besonders seine letzten Ausflüge wie „Rez“ (OnPSX Review), „Space Channel 5“ und „Lumines“ (OnPSX Review) begeisterten durch eine perfekte Symbiose aus einfachem Gameplay und peppigen Style, vermischt mit toller musikalischer Begleitung. Leider schwächelte er und sein Team zuletzt bei „Every Extendet Extra“ (OnPSX Review) für die PSP ein wenig, doch hoffentlich war dies nur ein Ausrutscher.

Ketten bringen viele Punkte

Auf den Strich gegangen.

Wie schon „Every Extendet Extra“, ist auch „Gunpey“ nicht auf seinen Mist gewachsen und ein waschechtes Remake. Dieses Mal stand jedoch kein Flashgame Pate, sondern das erste Spiel, welches für den hierzulande nie erschienenen Handheld WonderSwan veröffentlicht wurde. Übrigens kommt der Name „Gunpey“ nicht von ungefähr. Hier handelt es sich nämlich um eine Danksagung an den leider bei einem Verkehrsunfall verstorbenen Game Boy Erfinder Gunpei Yoko, welcher nach der Virtual Boy Pleite Nintendo den Rücken kehrte und für Bandai den WonderSwan konzipierte. Leider erlebte er nicht mehr den Launch des Handhelds, weshalb das erste Spiel nach ihm benannt wurde. Doch nun zurück zum eigentlichen Spiel. Eure Aufgabe hört sich in der Theorie recht einfach an, da ihr nur eine Linie von einem zum anderen Spielfeldrand (entweder 5x10 oder 10x10 Felder groß) verlegen müsst. Doch wie bei Puzzelspielen üblich, schaut es in der Praxis jedoch ein wenig anders aus und kommt etwas verzwickt daher. Die einzelnen Segmente (es gibt vier verschiedene Arten) für eure zukünftige Linie fallen bei „Gunpey“ nicht wie bei den meisten Puzzelspielen dieser Art vom Himmel, sondern erscheinen von unten und bewegen sich langsam nach oben. Ist ein Segment oben angelangt, heißt es Game Over. Das Spiel macht es euch beim Bilden der Linie jedoch nicht allzu leicht, da ihr die Segmente nicht beliebig über den Bildschirm bewegen könnt. Hier geht es nur entweder nach oben oder unten. Euer Segment nach links oder rechts bewegen ist hier Tabu, was die Sache natürlich erschwert. Bewegt ihr euren Cursor nun auf ein Segment, könnt ihr dieses mittels eines Knopfdruckes nach oben, respektive nach unten bewegen. Mittels eines anderen Buttons könnt ihr zudem veranlassen, dass die nächste Zeile sofort auf dem Bildschirm erscheint, z. B. wenn ihr dringend ein bestimmtes Segment benötigt.

Das Spielkonzept ist auch heute noch interessant

Wie verhunzt man ein Spiel?

Leider hat das Spiel mit einem großen Problem zu kämpfen. Die Steuerung ist nämlich ganz großer Mist! Sie ist extrem lahmarschig und macht das Spiel unnötig schwerer. Euer Cursor umfasst zwei Spielfelder und seit ihr nun mit dem Cursor über einem Segment, bewegt sich dieses entweder ein Feld nach oben, bzw. nach unten. Wollt ihr nun ein Segment von unten nach ganz oben, wo gerade die Luft brennt, manövrieren, heißt es triggern bis der Daumen glüht! Sprich abwechselnd auf oben und den Actionbutton hämmern. Dies hemmt natürlich den Spielfluss und strapaziert zusätzlich die Nerven, zudem ist es ziemlich frustrierend, wenn man kurz bevor man sein Ziel ertriggert hat Game Over geht. Warum konnte man die Steuerung nicht einfach so lösen, dass man mittels gedrückt halten des Actionknopfes ein Segment markiert und dieses schließlich mittels des D-Pads an die gewünscht Position schiebt?

Gunpey vs. Lumines

Q Entertainment versaute zwar das Gameplay, doch technisch ist ihnen das Spiel dennoch halbwegs gelungen. „Gunpey“ orientiert sich sehr stark am Style eines „Lumines“, auch wenn es letztendlich nie dessen Klasse erreicht. Seien es die Backgounds oder die musikalische Untermalung. Alles wirkt nicht so liebevoll gemacht wie bei der Konkurrenz aus dem eigenen Hause. Die vierzig Backgrounds sind nicht so detailliert, nicht so prächtig und auch nicht so zahlreichlich und der Soundtrack lässt leider echte Ohrwürmer vermissen. Auch bei der Optionsvielfalt hat „Gunpey“ das Nachsehen. Es fängt damit an, dass es keinen Puzzlemodus gibt (z.B. in einer bestimmten Zeit alle Segmente auflösen) und hört mit kleinen Details auf, wie dass man sich zum Beispiel kein Icon als Avatar zulegen kann. Alles ist sehr spartanisch und wirkt halbfertig, da man eben genau weiß, was das Team rund um Mizuguichi eigentlich kann. Immerhin dachte man an einen Zweispielermode, welcher fairer daherkommt als das Pendant aus „Lumines“. Leider nur via Wireless und zweiter UMD.

Viele Skins sind sehr asiatisch angehaucht

FAZIT:

Als ich vor etlichen Jahren das Original auf dem WonderSwan anspielte, empfand ich das Puzzlespiel als recht kurzweilig und lustig. Nachdem ich nun etwas mehr Zeit mit der PSP Fassung verbracht habe, hat sich der erste Eindruck leider nicht gefestigt. Das liegt weniger am mangelnden Umfang, sondern eher an der verhunzten Steuerung, die einfach nicht funktioniert und dem ganzen Spielkonzept das Genick bricht. Hartgesottene Puzzelfreunde können sich „Gunpey“ ja mal zu Gemüte führen, alle anderen investieren lieber noch ein paar Stunden in „Lumines“, bzw. seinen Nachfolger.

[Review verfasst von Shagy]

Pluspunkte:

  • Ganz stylisch
  • Einfaches Spielprinzip
  • Soundtrack passt sich dem Spielverhalten an

Minuspunkte:

  • Verhunzte Steuerung
  • Sehr spartanisch
  • Multiplayer nur mit zwei UMDs


Infos zum Spiel
NameGunpey
SystemPlayStation Portable
HerstellerBandai Namco
EntwicklerQ Entertainment
GenrePuzzle
USKohne Altersbeschränkung
PEGI3+
Preis39,99 €
PlatinumNein
Release
 29.03.2007
 17.11.2006
 11.01.2007
Spielerzahl2
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
InfrastructureNein
Ad-hocJa
Game-SharingNein
DownloadcontentNein
Memorystick192 KB
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Gunpey
Gameplay
5.0
Atmosphäre
7.0
Grafik
7.0
Sound
7.0
Singleplayer
6.0
Multiplayer
6.0
 

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