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Captain America: The First Avenger

Marvel bereitet sich sukzessive auf die Superhelden-Sause im nächsten Jahr vor. Angefangen mit den genialen Iron Man Filmen, über die unterirdische Hulk Neuinterpretation bis hin zum ganz guten Thor hat man schon den meisten Superhelden den abendfüllenden Auftritt ermöglicht. Auf den ersten Avenger musste man aber bisher warten. Wobei dieser auch der am schwierigsten zu integrierten Helden gehört. Die Rede ist von Captain America, welcher in der dunkelsten Zeit zu Propagandazwecken geschaffen wurde und später nur noch ein Schattendasein führte. Ob sich die Reanimation in die Neuzeit lohnt, lest ihr im Review.

Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Regie: Joe Johnston
Darsteller: Chris Evans, Stanley Tucci, Hugo Weaving, Tommy Lee Jones, Hayley Atwell
Laufzeit: 124
FSK: 12
Ton: dts-HD Master Audio 7.1 (Englisch), DD5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,35:1
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2011
Erschienen: 19.12.2011
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 17€

Film:
Der patriotische Captain America diente im Zweiten Weltkrieg eher der Belustigung und zu Propagandazwecken und spielte außerhalb der USA so gut wie keine Rolle. Da der Captain politisch gesehen damit schwer zu händeln war, wollte Marvel bei der Verfilmung wohl auf Nummer sicher gehen und schickte den Captain zurück in diese Zeit. Und das, obwohl der anlaufende Avengers Film in der Neuzeit spielen wird. Zudem ist der Zweite Weltkrieg auch der letzte Krieg mit einem eindeutigen Feindbild. Den Nazis! Der wahre Gegner ist allerdings die HYDRA. Eine Unterorganisation der Nazis, welche sich dem Okkulten verschrieben hat und zunehmend sogar den Nazis ungeheuer wird.


Captain America wurde aber natürlich nicht als Held geboren, sondern entstand aus einem Experiment heraus. Der schmächtige Steve Rogers (Chris Evans) will unbedingt seinen Beitrag leisten, doch da noch nicht Not am Mann herrscht, wird er immer wieder ausgemustert. Bis der aus Deutschland emigrierte Wissenschaftler Abraham Erskine (Stanley Tucci) auf Rogers aufmerksam wird. Zusammen mit dem Ingenieur Howard Stark (Daddy von Tony Stark aka Iron Man) macht er aus dem schlappen Rogers einen Muskelbepackten Superkrieger. Leider bringen ihn seine Superkräfte anfangs noch nichts, da er zunächst als Hampelmann einer Theatershow für zusätzlich Schotter in den Kassen der Rüstungsindustrie sorgen soll. Irgendwann ist es dann aber soweit und der Cap kann zeigen was ihn ihm steckt und dem Oberhaupt von HYDRA, Red Skull (Hugo Weaving), zeigen wo der Hammer … Pardon … Schild hängt.

Das ganze wird unglaublich platt inszeniert und das mit Dialogen aus der Hölle. Wobei Dialoge kann man das auch nicht nennen. Im Prinzip gibt es nur One Liner, welche aneinandergereiht wurden, um den Eindruck von Dialogen zu suggerieren. Dazu sind alle Charaktere seelenlos und sobald sie vom Bild sind auch schon wieder vergessen. Selbst ein Chris Evans als Cap wirkt austauschbar und ohne erkennbare Motivation. Dies gibt auch für Hugo Weaving als Red Skull, welcher sich eher gelangweilt durch die wenigen Szenen quält. Ebenfalls wenig Szenen hat Tommy Lee Jones bekommen, welcher zu einen der wenigen Highlights des Filmes zählt. Zwar versucht der Film immer wieder Selbstironisch und satirisch sich den Themen zu nähern, doch ist dies letztendlich wenig bissig und eher halbherzig. Dies schaffte „Iron Man“ deutlich besser! Einzig die Actionszenen können überzeugen. da diese handgemacht wirken und nicht durch stakkato Schnitte zerstört wurden.


Bild:
Optisch wurde der Film der entsprechenden Dekade angepasst. Es herrschen also eher erdige Töne und auch eine leichte Weichzeichnung. Dadurch wirkt das Bild leider nicht so plastisch wie man es gerne hätte. Dazu kommt, dass der Schwarzwert nicht optimal und in dunklen Szenen zudem ein leichtes Rauschen zu vernehmen ist.

Ton:
Die Abmischung kommt in den Actionszenen sehr dynamisch daher. Es gibt viele schöne direktionale Effekte, was für ein schönes Mittendrin Gefühl sorgt. Dazu ist die Wiedergabe schön Druckvoll mit einem gut Abgemischten Bass. Gäbe es in den ruhigen Szenen mehr Details, würde der Film hier ebenfalls so lebendig wie in den Actionszenen wirken und es wäre die Höchstwertung geworden.

Bonus:
In die Bonussektion haben es sieben Features mit nicht ganz 50 Minuten Laufzeit geschafft, welche grundsätzlich als Informativ zu bezeichnen sind, wäre da nicht das übermäßig viele Marketing Gerede. Abgehakt werden hier die Ausstattung des Filmes/Helden, Rogers Verwandlung vom Weichei zum Superhelden, das Howling Commando (die Truppe hinter dem Cap), die Geschichte von Red Skull, sowie Captain Americas Wurzeln und abschliessend ein kurzer Blick auf den „Avengers“-Film. Dazu gibt es noch vier entfernte Szenen (teils mit Audiokommentar), vier Trailer (zwei Kinotrailer, einer zum Spiel und ein animierter Trailer zu den Avengers) und ein lustiger Kurzfilm mit einem S.H.I.E.L.D. Agent. Abschließend gibt es noch einen wenig informativen Audiokommentar mit Joe Johnston, Kamerafrau Shelly Johnson und Jeffrey Ford. Die Erstauflage kommt übrigens in einem schicken Pappschuber daher, welcher allerdings ein aufgedrucktes FSK Logo hat. Für das Kinderzimmer oder den Laptop liegt zudem noch eine DVD und der Code zu einer Digital Copy bei.


FAZIT:
Nachdem man sich „Captain America“ angeschaut hat, überkommt einem der Eindruck, dass der Film nur gemacht wurde, um sich auf das kommende „Avenger“ Spektakel vorzubereiten. Der Cap ist seelenlos und die Story langweilig. Kurz gesagt, die Geschichte rund um den amerikanische Rächer wurde verheizt. Der Film ist bei weitem kein Rohrkrepierer, aber mit etwas Mut wäre hier deutlich mehr drinnen gewesen. Bei "Iron Man" und "Thor" funktionierte es besser.

Bild – 8/10
Ton – 9/10
Bonus - 6/10
Film – 5/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]



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