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Doctor Strange

 

Das Marvel Cinematic Universe (kurz MCU) zeigte nach den Erfolgen der Standard Helden wie “Iron Man”, “Thor” und den “Avengers” im allgemeinen etwas mehr Mut und finanzierte auch Filme die anders sein wollten. Und siehe da, man wurde mit ordentlich Kohle belohnt und “Ant-Man” war genauso ein Erfolg wie die “Guardians of the Galaxy”. Somit war der Weg frei für das nächste Experiment. Es gab unzählige Anläufe auf das Franchise (der erste Film sollte bereits 1986 angedacht), doch nun ist es soweit. “Doctor Strange” geht dabei nicht nur optisch einen anderen Weg, sondern führt zudem noch Zauberer und Magier ins MCU ein.

Originaltitel: Doctor Strange
Regie: Scott Derrickson
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Benedict Wong, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton, Scott Adkins
Laufzeit: 115
FSK: 12
Ton: dts-HD MA 7.1 (Englisch), dts-HD 5. (Deutsch), dts 5.1 (Itanlienisch), DD 2.0 Stereo (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Griechisch, Italienisch
Regionalcode: A, B, C
Bildformat: 2,40:1 (1080p=
Produktion: 2016
Erschienen: 09.03.2017
Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment
Preis: 15€

Film:
Doctor Stephan Strange ist ein begnadeter Neurochirurg der schon viele Wunder vollbracht hat, auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist und ganz nebenbei als ein arrogantes Arschloch auftritt. Eines schicksalhaften Tages ändert sich jedoch nach einem schweren Autounfall das Leben von Strange, da die Knochen seine so wertvollen Hände völlig zerschmettert werden. Auch unzählige Operationen später sind seine Hände nicht zu retten und Strange muss sich wohl oder übel nach Alternativen umsehen. So erfährt er von einem ehemals Querschnittgelähmten etwas über spirituelle Heilung und erzählt Strange von einem Ort in Nepal. Dort angekommen lernt er wiederum die Magierin “Die Älteste” kennen und muss nicht nur lernen, sein überhebliches Ego hinten an zu stellen. Nachdem die Skepsis dank einer beeindruckenden Demonstration abgelegt wurde, lässt er sich auf das Unterfangen ein und wird zu einem Zauberer ausgebildet. Natürlich muss er noch die Welt retten und Kaecilius den Bösen Magier und Ex Schüler der Ältesten in die Schranken weisen...

 

Benedict Cumberbatch ist im nachhinein eine hervorragende Wahl für die Rolle des überheblichen und arroganten Doctor Strange. Zum Glück gab man dem “Sherlock” Star auch genügend Zeit, seine Rolle zu entwickeln, wenngleich die Entwicklung etwas zu sehr nach Tony Stark/Iron Man kommt. Immerhin wurde die Entwicklung hin zum Helden weit weniger sarkastisch gestaltet und pubertäre Sprüche muss man hier ebenfalls nicht ertragen. Aber nicht nur Strange bekommt seine Screentime, denn auch der Bösewicht Kaecilius (Mads Mikkelsen) darf seine Intentionen zeigen und kommt ausreichend vielschichtig daher, wenngleich ein Loki noch immer unerreicht bleibt. Ebenfalls ganz gut ist Chiwetel Ejiofor als Mordo, der einem am Ende doch ziemlich überrascht. Tilda Swinton als Die Älteste gibt sich zudem erneut nicht von dieser Welt und gibt mit ihren kleinen Gesten wiedermal eine sehr gelungene Vorstellung ab.

 

Neben der für Marvel Filme überraschend gelungenen Ausarbeitung der Hauptcharaktere ist es aber vor allem die optische Inszenierung des Filmes, welche einem bei der Stange hält. Klar, man könnte dem Film vorwerfen, dass er sich zu oft an “Inception” bedient, aber who cares? Die Umsetzung bietet genügend eigene Ideen und diese sind überaus bombastisch. Wenn die Protagonisten durch Portale springen, sich die Welt spiralförmig verformt oder sich die Spiralkörper von Strange und Kaecilius bekämpfen während Strange im Krankenhaus behandelt wird, sind schon sehr beeindruckend. Das Highlight ist dann auch der Endkampf, der wie schon bei “Ant-Man” in eine andere Richtung als gewohnt geht. Während sich die bisherigen Marvel Filme in vielen Szenen nicht sonderlich ernst nehmen, wird der Humor bei Doctor Strange etwas zurückgefahren. Klar, es gibt noch einige One Line und durch das Cape etwas Situationskomik, doch letztendlich ist es keine Komödie mit Actionszenen. Neben zwei kleineren Querverweisen und der üblichen Post-Credit-Szene gibt es übrigens noch keine große Verbindung zwischen den anderen Filmen des MCU.

 

Bild:
Bei Disney Produktionen gehen einem so langsam aber sicher die Superlativen aus. Auch hier ist das Bild gestochen scharf, bietet einen perfekten Kontrast und wundervolle Farben. Egal ob lebhaft bunt oder braun/grau gedeckt. Auch die CGI Shots kommen scharf daher und sind in keinster weise weich geraten. Unruhen, Rausch oder fehlende Detailtiefe sucht man vergebens.

Ton:
Zwar findet sich der deutsche Ton nur in einem dts-HD 5.1 Mix auf der Disc (Englisch wäre es dann ein dts-HD MA 7.1 Mix), doch ist dieser von sehr guter Qualität. Die Dynamik und die Räumlichkeit gibt keinen Anlass zur Kritik. Es gibt so viele tolle Szenen, wo die Abmischung ihre Muskeln spielen lassen kann. 

Bonus:
Neben einem Audiokommentar, einigen entfernten Szenen und amüsanten Outtakes gibt Kevin Feige noch zum besten, wie sich das MCU seit Iron Man entwickelt hat und sich alles so langsam zusammenfügt und in der baldigen Phase 3 endet. Hinzu kommt noch ein Special, welches uns zeigt, wie Thor sich als WG Mitglied schlägt. Natürlich gibt es aber noch mehrere Features (insgesamt fünf an der Zahl), welche sich mit dem Film an sich auseinander setzen. In den gut 60 Minuten erfährt man alles über die Charakter, die Sets, die Effekte, Kostüme und den Score.

 

FAZIT:
Benedict Cumberbatch spielt seine in “Sherlock” perfektionierte Rolle als arroganter und besserwisserischer Arzt Doctor Strange sehr gut, wenn man im Hinterkopf behält, dass die Drehbücher zu Marvel Filmen keine große Literatur sind. Zudem ist alles recht vorhersehbar und ein wenig zu stark auf Tony Stark getrimmt, doch die klasse Inszenierung reist viel raus. Die Spiegelwelten schauen hervorragend aus und machen mehr Spaß, als die immer wiederkehrenden und langatmigen Actionszenen anderer Filme. Letztendlich ein gelungener Einstand mit ein wenig verschenktem Potential und zwei guten Post-Credit-Szenen.

Bild - 10/10
Ton - 10/10
Bonus - 7/10
Film – 7,5/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Buena Vista Home Entertainment zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

Diskutiert darüber im Forum.



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