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SEGA Mega Drive Collection
22. Mai 2007

Nachdem Sega in den letzten Jahren mit "neuer" Software keine wirklichen Verkaufserfolge erzielen konnte - man denke nur an: Shinobi, Astro Boy und Altered Beast - ist es durchaus nachvollziehbar, dass der Publisher große Hoffnungen in die mittlerweile recht populären Klassikersammlungen setzt. Sega erlebte schließlich seine goldene Zeit während der längst vergangenen 16Bit Ära. Bisher kamen jedoch fast nur stationären Konsolen in den Genuss solcher "Value for Money" Kompilationen, weshalb es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, bis Sega auch die PSP mit einer eigenen "Sammlung" beschenkt. Neben der PS2 Fassung erscheint die "Sega Mega Drive Collection" nämlich auch für Sony's Handheld und vereinigt zweiunddreißig mehr oder weniger bekannte Spiele auf einer UMD. Ob sich die Anschaffung lohnt, klärt unser ausführlicher Test.

Seeeegaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!


Hach, wie gerne erinnere ich mich an diese Zeit zurück. Das Sample war immerhin das Erste, was man hörte, wenn man ein Sega Spiel auf der Mega Drive Konsole startete. Mich hat der Spaß damals zwar 249,00 DM gekostet, allerdings gab es auch noch "Sonic the Hedgehog" dazu. Insofern hatte sich die Investition dennoch gelohnt. Apropo blauer Igel, der hatte ja bereits schon einige Auftritte in diversen Spielzusammenstellungen, weshalb ich an dieser Stelle auch nur kurz auf die beiden Sonic Games "Sonic The Hedgehog" und "Sonic The Hedgehog 2" eingehen werde. Die klassischen Jump & Runs dürften selbst heutzutage noch jedem Zocker einige Schwindelanfälle bereiten, wenn Sonic im Affenzahn durch die spektakulären 2D Levels rast. Mensch, das hatte noch Stil, nicht so wie in "Shadow the Hedgehog" (OnPSX Review), wo man mit Knarren und Schwertern bewaffnet, durch zerstörte Großstädte laufen muss. Damals wartete noch in jedem dritten Level eines Thema`s sogar der böse Dr. Robotnik (heutzutage Dr. Eggman) als Endgegner auf den Spieler. Mit dem ersten Sonic Spiel begann zudem am 23. Juni 1991 der Siegeszug des Mega Drive. Der Nachfolger erschien wohl gerade deshalb ein Jahr später. Allerdings kam mit dem unausgereiften Zwei-Spieler Modus jedoch schnell der Eindruck eines nachgeschobenen Sequel`s auf. Spaß macht "Sonic The Hedgehog 2" aber trotzdem.

Das Ende der Achtziger


Als der Mega Drive im Jahr 1989 erschien, hatte das niemanden so recht interessiert. Bei Spielen wie "Altered Beast" (1989) oder "Alex Kidd in the Enchanted Castle" (1989) war das allerdings auch kein Wunder. Wer mir nicht glaubt, kann hier gern selbst Hand anlegen und wird wohl beide Spiele danach nie wieder anfassen. "Altered Beast" ist ein ziemlich übles Sidescrolling Beat `em Up mit Jump & Run Einlagen. Der Titel ist dabei sogar so schlecht, dass ich nicht einmal bis in den zweiten Level spielen wollte, um eines der Bonusgames frei zu schalten. "Alex Kidd in the Enchanted Castle" ist nur unwesentlich besser und liegt dank der miesen Steuerung weit hinter dem coolen "Alex Kidd in Miracle World" auf dem Master System. Etwas war jedoch schon 1989 abzusehen und zwar, dass Sega immer wieder seine Arcade Hits auf die stationären Konsolen umsetzten würde. Als erste davon betroffen, waren Spiele wie das Fantasy Hack & Slay "Golden Axe" (1989) und der pseudo 3D Shooter "Super Thunder Blade" (1989). Aber nicht nur das geniale erste "Golden Axe" packte Sega auf die UMD, sondern auch den, in allen Belangen schlechteren, zweiten Teil (1991) und das wieder wesentlich bessere dritte Spiel (1993). In "Golden Axe 3" kann man übrigens neben der Magierin, dem Zwerg und dem Swordsman, auch noch einen Echsenmann und ein Biest auswählen. Zudem gibt es am Ende der Levels verschiedene Wege, die man einschlagen kann. Das Ziel ist jedoch bei allen "Golden Axe" Spielen, ähnlich Final Fight oder Streets of Rage gleich: Mehrere Abschnitte müssen prügelnd durchquert werden. Neben dem Story Modus gibt es in Teil 3 auch noch eine Duell Option, bei der man sich, ganz im klassischen 2D Beat `em Up Stil, die Fresse polieren darf. Bei "Super Thunder Blade" handelt es sich dagegen um einen Space Harrier Klon, nur das man hier nicht mit einem Jetpack bestückten Helden durch die Levels düst, sondern mit einem Helikopter. Leider spielt sich der Actiontitel um einiges hektischer als das Vorbild und ist demzufolge auch nicht ganz so gut. In den Achtzigern wurde übrigens auch die RPG Serie Phantasy Star auf dem Master System ins Leben gerufen und das 1989 erschienene "Phantasy Star II" befindet sich, wie auch "Phantasy Star III: Generations of Doom" (1991) und "Phantasy Star IV: The End of the Millenium" (1994) auf dieser Sammlung. Heutzutage ist die Serie allerdings eher als Online Rollenspiel bekannt, was seit den Dreamcast Ablegern von Sega auch bewusst forciert wurde. Früher waren die Spiele dagegen normale rundenbasierte Sci-Fi Rollenspiele. Leider konnte ich damals mit der Serie nichts anfangen und heute sieht es auch nicht viel anders aus. Der futuristische Stil sieht allerdings immer noch recht schick aus, die Musik stimmt ebenfalls und wer nichts gegen zeitaufwändige Kämpfe hat, wird sicher auch an diesen Perlen etwas finden, denn zumindest damals wurde die Serie bei Presse und Spielern gleichermaßen hoch gelobt.

Die goldene Zeit

Anfang der Neunziger erlebte der Mega Drive einen regelrechten Verkaufsschub und setzte das bekannte Super Nintendo Entertainment System (SNES) vor allem in den USA und Europa stark unter Druck. Insbesondere in den Vereinigten Staaten trumpfe der Mega Drive (hieß dort übrigens Genesis) mit den exklusiv für Sega erscheinenden Electronic Arts Sportspielen auf. Doch auch Sega brachte eine immer größere werdende Anzahl von Hits auf den Markt. In dieser Zeit veröffentlichte der Hersteller unter anderem den Puzzle Hit "Columns" (1990) und die Ecco Spiele. Der putzige Delfin ist sogar mit allen drei Mega Drive Titeln auf dieser Sammlung vertreten. Das originale "Ecco the Dolphin" erschien 1993, während "Ecco: The Tides of Time" bereits ein Jahr später auf den Markt kam. "Ecco Jr." (1995) ist dagegen primär für Kids gedacht, da der Lernaspekt bei dem dritten Teil im Vordergrund steht. Die ersten beiden Ecco Spiele stehen aber noch immer für entspannte Spielerlebnisse mit toller 2D Grafik und fabelhafter musikalischer Untermalung. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Digital Eclipse nutzte nämlich für die Umsetzung des ersten Teils nur das Mega Drive Modul als Vorlage und nicht die aufgewertete Mega CD Fassung. Diese enthielt nämlich neben zusätzlichen Rendervideos auch noch einen überarbeiten Soundtrack in CD-Qualität. Aber OK, dafür bietet die Klassikersammlung mit dem Actionspiel "Shinobi III: Return of the Ninja Master" (1993) einen weiteren Top-Titel. Der dritte Teil der Serie überzeugte mit "dicken" Animationen und "fetten" Sprites. Da ließ nicht nur der Mega Drive seine Muskeln spielen, sondern auch der Spieler war gefragt, denn der heftige Schwierigkeitsgrad ist nach wie vor nichts für Anfänger. Als ich das Spiel das erste Mal wieder anwählte, wusste ich gar nicht mehr, wie gut ich früher eigentlich war. Nach ein bisschen Übung gelang es mir zwar erneut, der Neo Zeed Truppe ordentlich in den Hintern zu treten, aber das Ende sah ich auf der PSP trotzdem nicht. Das nächste Highlight und auch das erste Spiel, das ich auf dieser "Collection" anspielte, ist das Adventure Jump & Run "Kid Chameleon" (1992). Der Titel hat nach wie vor nichts von seiner Magie verloren und übt auch noch heutzutage eine starke Anziehung auf mich aus. Beispiel gefällig? Eigentlich wollte ich das Spiel nur kurz anspielen, aber als ich das nächste Mal auf die Uhr sah, waren doch glatt zwei Stunden vergangen. Die Hintergrundgeschichte ist übrigens nach wie vor genial! Damals waren nämlich 3D Brillen stark im Kommen und jeder nahm an, dass darin die Zukunft der Videospiele liegt. Dummerweise hat sich in "Kid Chameleon" das "perfekte" Spiel selbstständig gemacht und arme Kinder gefangen genommen. Die Aufgabe des Spielers besteht nun darin, in das Videospiel einzudringen und es zu zerstören. Zur Hilfe kann man dabei diverse Virtual Reality Helme nehmen, die der Spielfigur spezielle Fähigkeiten verleihen. Mit einem bestimmten Helm kann man zum Beispiel Wände zerstören, während eine andere Kopfbedeckung die Fähigkeit zum Fliegen verleiht. Technisch ist und war das Spiel zwar kein Meilenstein, doch letzten Endes kommt es ja auf den Spielspaß an und der stimmt hier ganz besonders. Aber es gab natürlich nicht nur Top-Hits zu dieser Zeit, auch weniger gute und zum Teil sogar regelrecht schrottige Spiele erschienen auf dem Markt. "Bonanza Bros." (1990) ist zwar weder das eine noch das andere, aber wirklich spielen muss man den Titel dennoch nicht: In dem Spiel geht es um zwei Räuber, welche sich schleichend durch diverse Levels "kämpfen" müssen. Für unliebsame Überraschungen steht den Beiden eine Betäubungspistole zur Verfügung. Komischerweise konnte ich dem Ganzen heutzutage mehr abgewinnen, als damals und das obwohl der Titel optisch keine Bäume ausreißt und auch sonst eher durchschnittlich daherkommt (Anmerkung der Redaktion: Ja, Ja, du hattest schon immer einen schrägen Geschmack!). Dafür entschädigt "Bonanza Bros" unter anderem mit netten Animationen (herrlich witzig ist die kleine Fliege, die den einen Räuber namens Chuck nervt, während er sich hinter einer Wand versteckt). Weniger gelungen ist dagegen das Jump & Run "Decap Attack starring Chuck D. Head" (1991). Zwar hat das Spiel einen ziemlich skurrilen Stil und kommt grafisch recht nett daher, doch die schwammige Steuerung macht jeden aufkommenden Funken Spielspaß zunichte: Die Figur rutscht viel zu schnell und unkontrolliert durch die Levels - wie soll man da noch anständig Springen können? Richtig übel ist schließlich "Sword of Vermilion" (1990). Dabei handelt es sich um ein Rollenspiel mit Echtzeitkämpfen. Die unterdurchschnittliche Technik und die verkorkste Spielmechanik machen den Titel zu einer richtigen "Crap-Granate". Wer sich selbst gerne etwas antut, der kann nun auch gerne "Sword of Vermillion" dafür benutzen. Ebenfalls grausam ist "Flicky" (1991). In dem Titel sammelt man mit einem Vogel andere Vögelchen ein und darf sich dabei nicht von den Gegnern erwischen lassen. Kümmerliche Grafik, mieser Sound und schlechte Spielbarkeit - mehr muss man zu dem Spiel nicht sagen. Der letzte Titel aus dieser Epoche ist "Gain Ground" (1991), ein recht durchschnittliches Actionspielchen für Zwischendurch. Die Levels sind gerade einmal einen Bildschirm groß und das Geschehen wird aus der Vogelperspektive gezeigt. Aufgabe des Spielers ist es, von unten nach oben zu gelangen und dabei alle Schergen zu vernichten. Da man bei der "Sega Mega Drive Collection" jederzeit speichern kann, mag der Titel für die eine oder andere Runde gut sein.

Der grandiose Abschied aus dem Geschäft.

1994 kündigte sich mit dem Sega Saturn und der Playstation von Sony die nächste Konsolengeneration an. Die Zeit des Mega Drive war fast vorüber. Aber bis 1996 gab es dennoch einige Knallergames. Ein paar dieser Hits befinden sich ebenfalls auf dieser Sammlung, darunter sogar zwei Raritäten. Fangen wir aber bei "Ristar" (1995) an: Ein ziemlich buntes und knuffiges Jump & Run vom Sonic Team höchstpersönlich entwickelt. Dieses Mal versuchte das bekannte Entwicklerstudio nicht mit atemberaubender Geschwindigkeit zu protzen, sondern erschuf ein recht relaxtes Abenteuer. Zwar kommt das Spiel nicht an ganz an die Abenteuer des blauen Igels heran, doch das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Ein großes Highlight manifestiert sich dagegen in der Form von "Comix Zone" (1995). Grafisch sehr stylisch und ambitioniert entworfen, lässt der Titel noch einmal das Mega Drive schwitzen. "Comix Zone" stellt eine äußerst gelungene Kombination aus Prügelspiel und Jump & Run dar, mit dem Unterschied, das es ein wesentlich komplexeres Kampfsystem besitzt, als beispielsweise Streets of Rage. Der Held des Spieles, Sketch Turner, wurde in sein eigenes Comic hineingezogen und muss nun gegen seine erschaffenen Figuren kämpfen. Der Stil eines Comics wurde dabei perfekt umgesetzt, so dass man sich von Panel zu Panel bewegt. Es ist sogar möglich, ein Stück Papier aus dem Comic zu reißen, einen Papierflieger daraus zu basteln und gegen die Gegner einzusetzen. Sehr cool, aber leider auch sehr schwer! Dennoch war das Spiel einer der Gründe, warum ich lieber auf dem Mega Drive spielte, als auf dem Super Nintendo. Solche visionären Spiele gab es eben nun einmal nur bei Sega. Der nächste Kracher ist das Jump & Shoot Spiel "Vectorman" (1995). Auch hier zeigte der Mega Drive noch einmal, was in ihm steckt. Wahnsinnig flüssige und detaillierte Grafik wechselt sich mit endloser Action ab. Die Figuren und Hintergründe wurden zwar gerendert, doch die Optik sieht trotzdem ziemlich hübsch aus. Dazu bietet das Spiel noch einen tollen technoiden Soundtrack und viele witzige Animationen. Leicht ist aber auch dieser Klassiker nicht.

Kommen wir nun zu den beiden Raritäten. Das wäre zum einen "Vector Man 2" (1996), eine gelungene Fortsetzung des Vorgängers, ohne jedoch das "Rad" neu zu erfinden. Grafik, Sound und Spielbarkeit sind hier auf ähnlich hohem Niveau, aber nicht unbedingt besser. Bei der zweiten Rarität handelt es sich um die Mega Drive Umsetzung von "Virtua Fighter 2" (1996). Ja richtig gehört, von diesem Arcade Prügelhit gibt es auch eine Mega Drive Version, welche sogar richtig gut spielbar ist. Zwar wurde der Titel aus der dritten Dimension geworfen und verfügt nur noch über 2D Figuren und Hintergründe, aber das Spielprinzip ist fast genauso komplex geblieben. Eine kleine Anekdote am Rande: Sega verwendete bei dem Spiel allerdings nur die Umgebungen aus dem zweiten "Virtua Fighter", bei den Charakteren fehlen nämlich die Neuzugänge Shun Di und Leon Rafale. Ein kleiner Wermutstropfen, aber was soll's - "Virtua Fighter 2" ist trotzdem ein klasse 2D Prügler und dabei fast so genial, wie das Automatenvorbild.

Lasst uns in die Spielhalle gehen.


Den Anfang macht "Astro Blaster" (1981), welches ein klassischer Space Invaders Clone ist. Das Spieler-Raumschiff befindet sich am unteren Bildschirmrand und man feuert auf herabschwebende Gegner. Das Beste am Spiel ist noch das Sprachsample am Anfang, denn ansonsten erwartet einen typisches Gameplay aus der Urzeit. Weiter geht es mit "Tip Top" (1983): Hier muss man einen Berg erklimmen und den Gorilla am Gipfel fangen. Irgendwie kommt mir das Spielprinzip ziemlich bekannt vor, aber im Gegensatz zu Donkey Kong ist die Grafik bei "Tip Top" bunter und wird in isometrischer Perspektive dargestellt. Das macht das Spiel allerdings auch schwerer und bei weitem nicht so genial wie das Nintendo Vorbild. Bei "Space Fury" (1981) handelt es sich dagegen um einen Shooter mit Vectorgrafik. Hervorzuheben wäre eigentlich nur die coole Sprachausgabe der Aliens, ansonsten hält sich der Spielspaß eher in Grenzen. "Super Zaxxon" (1982) ist schließlich das beste Arcade Spiel dieser Sammlung. Der Titel ist ebenfalls im Shootergenre angesiedelt und wird in einer isometrischen Perspektive dargestellt. Alles ist bunt, in ein nettes Setting eingebettet, es gibt Horden von Gegnern und das Raumschiff steuert sich auch gut. Was will man mehr?

Hier noch einmal die komplette Liste der vorhandenen Mega Drive Spiele samt Wertung von 1 bis 10:

Alex Kidd in the Enchanted Castle - 3/10
Altered Beast - 2/10
Bonanza Bros. - 5/10
Columns - 8/10
Comix Zone - 9/10
Decap attack starring Chuck D. Head - 4/10
Ecco the Dolphin - 7/10
Ecco: The Tides of Time - 8/10
Ecco Jr. - 6/10
Flicky - 5/10
Gain Ground - 6/10
Golden Axe - 6/10
Golden Axe II - 4/10
Golden Axe III - 7/10
Kid Chameleon - 8/10
Phantasy Star II - 6/10
Phantasy Star III: Generations of Doom - 7/10
Phantasy Star IV: The end of the millennium - 8/10
Ristar - 7/10
Shinobi III: Return of the Ninja Master - 9/10
Sonic the Hedgehog - 8/10
Sonic the Hedgehog 2 - 8/10
Super Thunder Blade - 5/10
Sword of Vermilion - 5/10
Vector Man - 9/10
Vector Man 2 - 9/10
Virtua Fighter 2 - 7/10

Und hier noch die freispielbaren Arcade Spiele samt Wertung von 1 bis 10:

Astro Blaster - 3/10
Elimination - 3/10
Space Fury - 3/10
Super Zaxxon - 6/10
Tip Top - 3/10

Mega Drive Handheld


Technisch gesehen, hat Digital Eclipse ordentliche Arbeit geleistet, wobei es jedoch generell empfehlenswert ist, die Spiele im "Original" Bildschirmmodus (4:3 pixelgetreu umgesetzt) zu zocken. Das Bild kann man zwar auch stretchen, aber das geht zu Lasten der Proportionen und der Bildschärfe. Neben dem Originalmodus und dem Stretchmodus existiert auch noch ein aufgeblasenes 4:3 Format, aber das wirkt leider auch ein wenig unscharf. Im Gegenzug entfallen jedoch die kleinen schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand. Ansonsten laufen alle Spiele äußerst flüssig und wurden mit originalgetreuem Sound umgesetzt. Die Steuerung geht auch gut von der Hand, wobei man natürlich bei den Prügelspielen mit dem mäßigen PSP Steuerkreuz leben muss.

Beim "Drumherum" hat sich Sega dieses Mal nicht lumpen lassen und bietet unverschämt viele Extras, welche sich zudem auch noch recht einfach frei schalten lassen. So findet man auf der UMD ganze zehn Interviews mit den jeweiligen Produzenten der bekanntesten Spiele, Trailer zu "Phantasy Star Universe" und "Virtua Fighter 5" und die Zusatzspiele, welche ich bereits weiter oben beschrieben habe. Neben dieser Bonussektion gibt es auch noch zu jedem Spiel einige nette Infos, wie zum Beispiel das "Shinobi III" kurz vor der Fertigstellung nochmals verschoben wurde, um das komplette Spiel zu überarbeiten. Oder man erfährt, dass die Grafiken zu "Ecco" vom renommierten Fantasy Künstler Boris Vallejo stammen. Auch kleine Anekdoten sind enthalten, so zum Beispiel, dass die "Bonanza Bros." in der japanischen Version kriminell waren, während sie in den USA und in Europa der Polizei geholfen haben. Die jeweiligen Hintergrundgeschichten werden ebenfalls in solchen kurzen Texten angerissen, während man auf der nächsten Seite Tips und Tricks zu den Spielen in Erfahrung bringen kann. Dabei werden aber nicht nur die üblichen Standardhilfen angeboten, sondern auch kleine Cheats. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es einen geheimen Transporter in "Kid Chameleon" gibt, wodurch man sofort zum letzten Endgegner gebeamt wird? Zu guter letzt kann man auch noch ein paar hoch aufgelöste Artworks und Verpackungsdesigns der Spiele bewundern, wobei ich mir hierzu etwas mehr Umfang gewünscht hätte. Die Menus sind übrigens hübsch anzusehen und leicht zu navigieren. Als sehr positiv und komfortabel empfand ich die Speicherfunktion. Man kann jederzeit speichern und an dieser Stelle später auch weitermachen. Bei den teilweise heftigen Schwierigkeitsgraden eine wirklich gute Lösung. Viele Spiele verfügen zudem über eine Mehrspieleroption, welche freilich auch über die PSP genutzt werden kann. Das funktioniert allerdings nur im lokalen Netzwerk. Onlineunterstützung wird nicht angeboten.

FAZIT:

Ich kann nicht viel Negatives an dieser Sammlung finden. Klar sind ein paar Nullnummern mit dabei und es fehlen auch noch einige große Hits, doch alles in allem ist die Mischung immer noch vorzüglich und das Sega sogar an das quasi verschollene Virtua Fighter 2 gedacht hat, empfinde ich mehr als befriedigend. Für mich ist somit endlich die Zeit gekommen, meinen Sega Mega Drive in einer Kiste zu verstauen und darauf zu hoffen, dass eine weitere Mega Drive Collection mit den noch fehlenden Sega Titeln für die PSP in nicht allzu ferner Zukunft erscheint. Dann wäre ich wirklich rundum glücklich.

[ Review verfasst von Shagy ]

PS: Da solche Klassikersammlungen mit heutigen Wertungsmaßstäben nicht gerecht beurteilt werden können, haben wir uns dazu entschlossen (auch auf Grund des ausführlichen Reviews) keine finale Endwertung zu vergeben. Vielmehr sollte man eigentlich alles Wissenswerte in sehr ausführlicher Weise im Text erfahren.

PPS: Die PAL Version besitzt übrigens nicht Shadow Dancer, welche in der US Fassung noch enthalten war. Dafür gibt es jedoch "Shinobi III".

PPPS: Es ließen sich keine richtigen PSP Screenshots auftreiben, weswegen die gezeigten Bilder von der PS2 Version stammen.

Pluspunkte:

  • Man kann jederzeit speichern
  • Gute technische Umsetzung
  • Ordentliche Spieleauswahl mit wenigen Totalausfällen

Minuspunkte:

  • Wo sind Soleil, Virtua Racing und andere Knaller?
  • Strechtmodus zu verschwommen
  • Ein paar Spiele gab es bereits auf anderen Sega Klassikersammlungen


Infos zum Spiel
NameSEGA Mega Drive Collection
SystemPlayStation Portable
HerstellerSEGA
EntwicklerDigital Eclipse
GenreAndere
USKab 12 Jahren
Preis29,99 €
PlatinumNein
Release
 02.02.2007
 16.11.2006
Spielerzahl2
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
InfrastructureNein
Ad-hocJa
Game-SharingNein
DownloadcontentNein
Memorystick544 KB
HeadsetNein
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