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Black Panther

Man kann von den Marvel Filme halten was man will, jedoch muss man immer wieder anerkennen, dass Disney oft Mut bei den Produktionen beweist. Zum einen spendierte man nicht nur bekannten Superhelden wie Iron Man, Captain America und Thor Stand Alone Filme, sondern eben auch eher unbekannteren wie Ant-Man oder Dr. Strange. Was bisher jedoch noch fehlte, war ein afroamerikanischer Superheld. Ein von Jack Kirby und Stan Lee erschaffener entsprechender Superheld wurde während der Unruhen gegen Afroamerikaner Mitte der 1960er erschaffen und mit dem Black Panther war damit der erste schwarze Superheld geboren. Nun, Jahrzehnte später, wo noch immer Unruhen in Amerika stattfinden, wurde es Zeit, diesen Superhelden auch endlich auf die große Leinwand zu bringen und was passierte? “Black Panther” wurde der erfolgreichste Solo Film des Marvel Cinematic Universe (MCU)! Erfolgreicher waren bisher nur die drei Zusammentreffen der Avengers und das will was heißen.

Originaltitel: Black Panther
Regie: Ryan Coogler
Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong'o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Andy Serkis, Angela Bassett, Forest Whitaker, Letitia Wright
Laufzeit: 134
FSK: 12
Ton: dts-HD MA 7.1 (Englisch), DD+ 7.1 (Deutsch, Französisch), DD 5.1 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Regionalcode: A, B, C
Bildformat: 2,39:1 (1080p)
Produktion: 2018
Erschienen: 19.07.2018
Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment
Preis: 17€


Film


King T'Chaka von Wakanda stirbt bekanntlich während des Civil War zwischen den Superhelden und sein Sohn T'Challa muss den Platz einnehmen. Vorerst jedoch nur provisorisch, da der wahre König nur nach einem gewonnen rituellen Zweikampf gekrönt werden kann. Parallel zu den Ereignissen entwendet Klaue (Andy Serkis) mit seinen Komplizen Erik Killmonger (Michael B. Jordan) ein Artefakt, welches aus Vibranium besteht. Ihr wisst schon, Vibranium das alleskönner Material, welches die Besitzer technologisch ganz nach vor katapultiert, da man neben coolen Sneakers und medizinischen Apparaturen auch Waffen herstellen kann. T'Challa und seine Ex Nakia (Lupita Nyong'o) bekommen natürlich Wind von der Sache und versuchen Klaue das Vibranium wieder abzuluchsen. Dabei kommt es jedoch zu einer bedeutenden Wende, da neben T'Challa noch ein anderer Anspruch auf den Thron hat.

 

Lässt man “Thor: Tag der Entscheidung” mal außen vor, hebt sich optisch “Black Panther” gekonnt vom Look der anderen Marvel Verfilmung ab. Der Stil ist von vorn bis hinten durchdacht und mischt traditionelle afrikanische Einflüsse mit futuristischen Elementen. Ein Grund dafür ist das Vibranium, welches die Kleidung, die Fahrzeuge, traditionelle Waffen wie Speere und alltägliche Gegenstände optisch beeinflusst, während die afrikanischen Landschaften und Traditionen wie Malereien einen optischen Kontrastpunkt schaffen. Aber nicht nur optisch ist der Film gelungen, denn auch die Ansichten und die Einstellung Wakandas gegenüber der restlichen Welt ist mutig und treibende Kraft hinter der Geschichte. Während im verborgenen Wakanda ein riesiger Wohlstand herrscht, bekommt die restliche Welt, allen voran die afroamerikanische Gesellschaft, nichts davon mit. Während die Obrigkeiten und selbst der König von Wakanda keine Flüchtlinge aufnehmen will, da diese eh nur ihre Probleme mitbringen, will Killmonger (seit Loki endlich mal wieder ein guten Antagonist) die Unterdrückung der schwarzen Gesellschaft ein für alle Mal abschaffen und Wakanda den Rest der Welt öffnen. Klingt erst mal gar nicht so verkehrt, doch die Ausführung ist auf der anderen Seite nicht jedermanns Sache und wohl etwas zu radikal. Er will seine Brüder mit Waffen ausstatten, Krieg führen und die restliche Welt unterdrücken! Das gesunde Mittelmaß zwischen den beiden Parteien zu finden ist halt nicht ganz so einfach.

Neben Killmonger und seinen Vorstellungen zur Gerechtigkeit, gibt es mit Ulysses Klaue (Warum musste man das englische Klaw ersetzen? Man sagt doch auch nicht Eisen Man!) zudem noch einen abgrundtief bösen Schurken, der zwar von Andy Serkis nahe am Overacting gespielt wird, doch ungemein Spaß macht. Auf jeden Fall ein weiteres Highlight des Filmes! Ebenfalls überzeugend ist Danai Gurira als Leibwächterin Okoye, die immer mal wieder einen trockenen Spruch auf den Lippen hat und T'Challa stets helfend zur Seite steht. Etwas nervig dagegen ist der Q Verschnitt Shuri mit ihrem besserwisserischen Mundwerk. Apropos Mundwerk. Im englischen Original haben alle Wakandaner einen ziemlichen Akzent, welcher im deutschen weggefallen ist. Ob man dies nun gut oder schlecht heißen will, sei jedem selbst überlassen. Technisch gesehen gibt es abschließend wenig zu bemängeln und die CGI Effekte sind meist ganz ordentlich geworden, sieht man mal von einem Nashorn und ein paar wenigen Weitwinkelaufnahmen ab. Vor allem der Black Panther bewegt sich anatomisch meist korrekt und nicht übertrieben.

 


Bild


Wie von Disney fast schon gewohnt, ist auch das Bild zu Black Panther referenz tauglich. Das Bild ist extrem ruhig, sowie frei von Rauschen, Artefakten und überzeugt mit einer perfekten Schärfe. Hinzu kommen fabelhafte Farben, deren Look in Wakanda etwas wärmer daherkommt als im Rest der Welt. Das alles sorgt für ein sehr plastisch wirkendes Bild, welches wirklich für Freude sorgt.


Ton


Hier schaut es Disney typisch dann leider nicht mehr so perfekt aus, was vor allem daran liegt, dass der deutsche Ton mal wieder einen schlechteren Mix als das englische Original bekommen hat. Und auch von diesem Manko abgesehen, ist der Ton in den Actionszenen nicht sonderlich dynamisch geworden. Wenn man als Vergleich “Doctor Strange” heranzieht, fallen einem die Defizite gleich auf. In ruhigeren Szenen macht der Ton dann jedoch eine besser Figur, zudem sorgt der Soundtrack für ordentlich dampf.


Bonus


Zu sehen gibt es ein vierteiliges Featurette mit einer Lauflänge von ca. 25 Minuten, wo alle Aspekte der Produktion ohne große Aufregung aufgezeigt werden. Interessanter sind da die reichlich 20 Minuten, in denen in einer Gesprächsrunde die Macher des Filmes und des Comic miteinander diskutieren. Zur Auffrischung gibt es zudem noch eine kurze Zusammenfassung der Verbindungen im Marvel Cinematic Universe. Abgerundet wird alles durch vier zusätzliche Szenen, ein paar Pannen vom Dreh, zudem einer Trailershow und einem Audiokommentar von Regisseur Ryan Coogler & Production Designerin Hannah Beachler.

 


FAZIT:


“Black Panther” als politischen Film zu bezeichnen, würde klar zu weit gehen. Dennoch muss man dem Film zugute halten, dass er politisch mutiger daherkommt, als alles was vorher im MCU veranstaltet wurde. Sei es der fast komplett afroamerikanische Cast vor und hinter der Kamera, wie aber auch viele Statements während des Filmes. Aber auch optisch kommt der schwarze Panther sehr stylisch und ungewohnt daher. Die Kombination aus Tradition und Hightech wirkt dabei nicht aufgesetzt, sondern kommt homogen und gekonnt daher. Technisch ist die Blu-ray zumindest vom Bild her mal wieder eine ziemliche Granate, während beim Ton aber leider ein paar Abstriche (mal wieder ein schlechterer Mix als im Original) machen muss.

Bild - 10/10
Ton - 8/10
Bonus - 6/10
Film – 8,5/10

[ Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Buena Vista Home Entertainment zur Verfügung gestellt ]

[ Review verfasst von Shagy ]

Diskutiert darüber im Forum.



Captain America: The First Avenger

Marvel's The Avengers

Thor – The Dark Kingdom

Guardians of the galaxy

Marvel´s Avengers: Age of Ultron

Ant-Man

The First Avenger: Civil War

Doctor Strange 

Guardians of the galaxy Vol. 2

Thor: Tag der Entscheidung

Black Panther

 

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