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OnPSX Das war unser Spielejahr 2021

Nicht nur ihr habt gewählt, auch wir haben uns ein paar Gedanken zum vergangenen Jahr gemacht und wollen euch diese natürlich nicht vorenthalten. Jedes Teammitglied hat sich drei Spiele ausgesucht, mit denen sie am meisten Spaß gehabt haben. Diese Meinungen sind logischerweise höchst subjektiv, vermitteln aber auch ganz gut, wieso manche Titel auch bei euch ganz groß in der Gunst stehen. Dazu gibt es auch noch einen Abschnitt über die Sachen, die dem jeweiligen Kommentator nicht so gut gefallen hat. Sei es nun Activision Blizzard, Sony oder Spiele wie Resident Evil: Village oder die definitive nicht „Definitive Edition“ zur Grand Theft Auto Trilogie.

Platz 3: Hades

Seit Transistor hat Supergiant Games ein besonderes Plätzchen in meinem Herzen und das obwohl Pyre nicht so wirklich bei mir gezündet hat. Dafür zündet Hades umso mehr! Auch wenn der Weg zu Beginn sehr steinig ist, kämpft man sich im Rogue-lite Spiel immer wieder durch in der Hoffnung im nächsten Run etwas weiter zu kommen. Das simple aber fordernde Gameplay, das Setting und die tollen Charaktere halten einen dabei bei Laune und irgendwann schafft man den ersten Durchgang. Ab dann gibt es eigentlich kein Halten mehr und mit jedem Durchgang wird man mächtiger und schnetzelt sich problemlos durch Hades Gegnerhorden um den nächsten Fetzen Geschichte zu erhalten. Ich habe dutzende Stunden in dem Spiel verbracht und keine davon bereut, das Spiel macht süchtig!

Platz 2: Ratchet & Clank: Rift Apart

Obwohl die PlayStation 5 bereits ein Jahr am Markt ist, sind Cross-Gen Spiele immer noch die Norm. Ratchet & Clank: Rift Apart ist da die erfreuliche Ausnahme und Insomniac Games beweisen einmal mehr das sie zu den besten Entwicklern ihrer Branche gehören. Das Spiel erschien nur wenige Monate nach ihrem letzten Hit und trotzdem ist es mehr als nur ein Lückenfüller. Es ist viel mehr ein Paradebeispiel für die Power der neuen Konsole und bietet Dimensionssprünge die massiv Daten laden, Grafikdetails die teilweise den Ratchet & Clank Animationsfilm übertreffen und z.B. auch Raytracing bei 60 Bildern pro Sekunde. Aber Grafik ist hier nicht alles, denn auch spielerisch macht das Spiel fast alles richtig. Es ist ein kurzes, aber knackiges Adventure mit abwechslungsreichen Leveln, viel Witz und charmanten Charakteren. Hier kommen sowohl jüngere als auch ältere Generationen auf ihre Kosten und ich habe das Spiel regelrecht verschlungen.

Platz 1: Returnal

Resogun von Housemarque gehört immer noch zu meinen absoluten Lieblingsspielen und so war die Vorfreude auf Returnal groß, obwohl natürlich auch eine gehörige Portion Skepsis mitschwang. Schafft das Studio wirklich den Spagat zwischen einem AAA-Spiel mit ernster Geschichte und einem Arcade-Spiel? Was soll ich sagen? Es hat wunderbar funktioniert! Insbesondere das Gameplay sticht hervor und ähnlich wie in Hades ist der Anfang wirklich beschwerlich, aber irgendwann verinnerlicht man das Spielprinzip und dann hört der Spielspaß nicht mehr auf. Die Mischung aus 3rd Person Shooter und Bullet Hell Arcadespiel funktioniert vortrefflich und sorgt für herausforderndes und schnelles Gameplay was einem im Kampf keine Zeit für eine Pause gönnt. Dieser Adrenalinkick macht süchtig! Hinzu kommt ein eigenständiger Artstyle mit einer etwas verwirrenden Geschichte und so bekommt man dann das persönliche Spiel des Jahres. Returnal sollte sich niemand entgehen lassen.

Enttäuschung des Jahres: Grand Theft Auto: The Trilogy - The Definitive Edition

Ehrlich gesagt habe ich es dieses Jahr erstaunlich gut hinbekommen jegliche Spiele-Fettnäpfchen auszulassen und hatte durchgehend Spaß mit den Spielen. Insgesamt war 2021 wirklich hervorragend und viele andere Spiele wie Marvel's Guardians of the Galaxy, Kena: Bridge of Spirits oder It Takes Two hätten ebenfalls das Spiel des Jahres werden können. Aber ein Spiel stach dann doch negativ hervor, selbst wenn man es nicht selbst gespielt hat. Natürlich rede ich von Grand Theft Auto: The Trilogy - The Definitive Edition. Eigentlich eine gute Idee von Rockstar die drei Spiele zu remastern und auf den neuen Konsolen herauszubringen. Leider ging das maximal in die Hose. Die Spiele sind voller Bugs und sehen einfach grauenhaft aus. Wie das überhaupt an der QA von Rockstar vorbeikommen konnte, ist mir wirklich schleierhaft. Wirklich nichts an den Spielen ist gelungen und selbst wenn Rockstar irgendwann die Kurve mit den Spielen bekommt, sollte man kein Geld in die Spiele investieren um denen einen Denkzettel zu verpassen.

Platz 3: Riders Republic

Als großer Fan von Steep hat mich die Ankündigung mehr als gefreut. Das Konzept wurde in eine Richtung weiterentwickelt, die mir persönlich sehr zusagt. Was mir aber nicht bewusst war, dass man viele kleine Steep Momente entfernte. Dank der belebten Natur geht das „Der Berg gegen mich“ Gefühl etwas unter. Andererseits bekomme ich dank den vielen neuen Spielzeugen mehr Action. Grafisch ist es leider auch nur Mittelmaß, reicht aber das es in meinen persönlichen Top 3 landet. Schon alleine, weil ich jetzt schon gut 60 Stunden mit dem Spiel verbracht habe!

Platz 2: 13 Sentinels: Aegis Rim

Gut das Spiel ist eigentlich schon im September 2020 erschienen. Bin aber nie dazu gekommen es zu spielen und hab es erst bei einem PSN Angebot mitgenommen und dann auch zulange liegen lassen! Das Design von Vanillaware muss man mögen. Sie haben ihren einen Stil und kommt fast ohne die üblichen Anime Klitsches aus. Ninja fast, wie die gut Chihiro beweist. Die Handlung hat mich in diesem Spiel echt mitgerissen. Zeitreisen, Aliens, Riesenroboter und mehr. Man schaffte es sogar alles schlüssig zu erklären, auch wenn es sehr viele Wendungen am Ende gab. Schade ist nur, dass das Gameplay nicht mithalten konnte. Die Handlung war am Ende doch nur ein einfaches Adventure. Zumindest konnte die Mecha Action unterhalten, wobei die Präsentation da eher karg war. Aber am Ende der Geschichte macht sogar das Sinn. Schlagt zu wenn ihr es mal im Angebot findet.

Platz 1: Insomniac Games

Spider-man: Miles Morales und Ratchet & Clank: Rift Apart haben bei mir echt das Next-Gen Gefühl ausgelöst. Technisch sind beide Spiele über jeden Zweifel erhaben. Besonders Ratchet & Clank ist derart glattgeschliffen und optimiert, dass man hier schon wieder kleine Gameplay Kanten vermisst. Mit Abstand eines ihrer besten Abenteuer! Mehr Spieltiefe wäre schön, aber dafür hat man sich viel Zeit für Rivet gelassen. Freu mich jetzt schon auf den nächsten Teil mit dem neuen Duo. Spider-man: Miles Morales bietet zwar auch mehr vom bekannten, aber die Präsentation ist hier eine Wucht. Ähnlich wie bei Peter hat man den Charakter von Miles gut eingefangen. Finde sogar besser wie in den Comics. Wie sehr sie die Figur schätzen merkt man in jeder Sekunde des Spiels. Das einzige Negative, der doch hohe Preis des Spiels. Das hätte für dieses kurze Abenteuer wirklich nicht sein müssen!

Enttäuschung des Jahres: Blizzard Activision

Die heile Welt der Videospiele ist nicht mehr. Was als einfaches Hobby gedacht war ist mittlerweile eine Multimedia Industrie die auch nicht mit Skandalen geizt! Jetzt zu sagen, dass es nur ein Blizzard Activision Problem sein ist zu kurz Gedacht. Schon seit Jahren schlummern diese Probleme in der Industrie und keiner ist davor sicher. Vielmehr schaffte man es diese Skandale versteckt zu halten, da man ja nur ein „Videospiele“ macht. Man darf gespannt sein ob der Blizzard Activision Skandal frischen Wind in die Industrie bringt. Befürchte aber das wir auch im Jahr 2022 mit vielen kleineren Skandalen rechnen müssen!

Platz 3: Art of Rally

Ehrlich gesagt, finde ich die ganzen „WRC“ Spiele recht öde. Mag vielleicht sein, dass diese Simulationen mit einem Lenkrad fetzen, aber da ich keines habe und auch keins haben möchte, fallen diese Titel für mich in die Kategorie: Mäßiges Rennspiel mit mäßiger Controller-Steuerung. Ganz anders ist da „Art of Rally“. Der spirituelle Nachfolger zu „Absolute Drift“ lässt den Spieler die verschiedenen Zeitalter des Rallysports auf einerseits entspannte, aber auch adrenalingetränkte Art erleben und das mit einem coolen Soundtrack und einer stilsicheren Grafik. Vom Umfang will ich gar nicht sprechen – das kann man ewig spielen. Aber man kommt wenigstens auch vorwärts und schaltet neue Serien und Fahrzeuge frei. Einziger Wermutstropfen: Auf der PS5 erwarte ich technisch schon ein wenig mehr. Die Framerate läuft nicht immer stabil, es gibt reichlich Fade-Ins und die Bildqualität lässt manchen Feinschliff (Stichwort Kantenglättung) vermissen. Auch der DualSense Controller wird nur minimalistisch ausgenutzt. Trotzdem – für ein paar Runden ist der Indie-Titel immer gut.

Platz 2: Tales of Arise

Die „Tales of“ Reihe hatte es in Europa ziemlich schwer (siehe auch hier) und die meisten, neueren, Titel fand ich jetzt nicht so prickelnd. Sei es der Grafikstil, die eindimensionalen Charaktere, die Anime-Klischees oder das teils altbackene Gameplay. Der letzte Serienableger „Tales of Arise“ ist vielleicht für Hardcore-Fans nicht das Nonplusultra (weil in vielerlei Hinsicht nicht mehr so viel geboten wird), doch frei nach dem Motto: Klasse statt Masse wurde an den richtigen Stellen entschlackt. Die Geschichte ist interessant, optisch wird vor allem ab der Hälfe, genügend „Eyecandy“ geboten und spielerisch bleibt der Titel die ganze Zeit über souverän spielbar und wenig frustrierend. Insgesamt also ein schönes Erlebnis, was Vorfreude auf den nächsten Teil weckt. Und der wird kommen, schließlich war „Tales of Arise“ auch verkaufstechnisch ein Hit.

Platz 1: Ratchet & Clank: Rift Apart

Für mich war das beste Spielerlebnis im vergangenen Jahr ganz klar „Ratchet & Clank: Rift Apart“ – zum einen demonstrierte der Titel glasklar, was die PS5 alles zu leisten vermag und zum anderen, war das Gameplay einfach so gut. Es macht schlichtweg nichts Anderes als Spaß, die verschiedenen Welten zu erkunden, neue Teile für die Anzüge zu suchen, Gegner mit den abgefahrenen Waffen zu pulverisieren und diese dann auch noch zu verbessern. Dank der SSD gibt es quasi keine Ladezeiten und die neuen Features des DualSense Controllers wurden ebenfalls adäquat genutzt. Für mich ein Titel, den ich auch mal wieder durchspielen werden. Klar, das Abenteuer hätte ruhig noch etwas umfangreicher ausfallen können und auch mehr Rätsel und Nebenaufgaben bieten können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Und für einen – hoffentlich schon Produktion befindlichen – Nachfolger auch ein Ansporn, noch mehr Spielspaß aufzufahren.

Enttäuschung des Jahres: Zu viele

An dieser Stelle will ich mich nicht auf ein Thema festlegen. Zumal im zweiten Pandemie-Jahr auch nicht mehr die Ausrede „Corona hat alles verändert“ zählt. Fakt ist, dem PS5 Betriebssystem fehlen nach wie vor viele Features (Themes, Ordner und technische Sachen wie VRR). Immerhin hat es Sony wenigstens gebacken bekommen und Support für zusätzliche M2 SSD Festplatten (siehe hier) integriert. Speichermanagement wurde ja zu einem nervigen Hobby auf der PS5. Wo wir bei Sony schon sind: Nach wie vor gibt es keine Abwärtskompatibilität zu PS2, PS2 und PS3 Spielen. Dafür aber portiert man einen exklusiven Titel nach dem anderen auf den PC. Die Spiele waren und sind das Alleinstellungsmerkmal der PlayStation. Zumal man sich auch leicht verarscht vorkommt, wenn man für ein Abo wie PlayStation Plus bezahlt und dann Early Access Schrott wie im August mit „Hunters Arena: Legends“ serviert bekommt. Da schaut man doch etwas neidisch zur Konkurrenz von Microsoft, die nicht nur Abwärtskompatibilität bieten, sondern mit Gamepass auch ein wahnsinnig gutes Value for Money Angebot haben. Fairerweise muss man jedoch auch erwähnen, dass deren Games with Gold Abo seitdem nur noch Mist ist. Aber eine Sache macht der US Gigant dann doch noch besser: Smart Delivery – Man kauft ein Xbox Spiel und bekommt eine angepasste Version für seine jeweilige Konsole (Model S oder X) frei Haus. Auf PlayStation gibt es Titel, bei denen man ebenfalls eine PS4 und PS5 Fassung erwirbt, dann gibt es aber wieder Beispiele, bei denen man nur eine Version bezahlt, oder aber man wird – wie bei Sony der Fall – extra zur Kasse gebeten. „Ghost of Tsushima“, „The Last of Us Part II“, sowie demnächst bei der „Uncharted Collection“. Ebenfalls bescheuert: das „Final Fantasy VII Remake“ wurde im Rahmen von PlayStation Plus vergeben, aber nur die PS4 Variante. Diese ließ sich jedoch bis vor wenigen Tagen nicht auf die PS5 Fassung upgraden. Un das obwohl es regulär zum Start der PS5 Fassung diese Möglichkeit für alle PS4 Varianten gab – minus der PS Plus Version. Das soll noch jemand verstehen?!? An der Spielefront haben mich auch so einige Titel erzürnt. Als Fan des Künstlers Jakub Rozalski, der Mann der hinter den Artworks von „Iron Harvest“ steht, dachte ich eigentlich, dass die deutschen KingArt Studios ein routiniertes RTS Spiel raushauen. Aber nein, das Ganze erinnert an krude PC Umsetzungen von vor 20 Jahren. Hilfe, dazu noch Videosequenzen mit einer Bitrate von gefühlt 1995er Standard, miese dt. Sprachausgabe plus Dialoge und eine fummelige Steuerung. Die letzte Enttäuschung ist für mich „Diablo II Ressurected“. Irgendwie hatte ich das PC Original besser in Erinnerung, aber mein bescheidenes Spielerlebnis begann ja schon damit, dass ich den Titel nicht mal starten konnte, denn nach dem Intro wurde erst einmal ein „Battle.net“ Konto verlangt. Egal ob ich Offline oder Online spielen wollte – ohne das Konto kam man gar nicht ins Hauptmenü. Und das Erstellen eines solchen war ein regelrechter „Pain in the Ass“ mit gefühlt 1000 Captcha-Bildchen. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich das Spiel auch definitiv nicht gekauft. Plug in and Play – ja, das war einmal, auch auf Konsolen.

Platz 3: Marvel`s Guardians of the Galaxy

Square Enix hat mit der Marvel Lizenz kein so glückliches Händchen bis jetzt gehabt. Das hat sich allerdings mit dem Erscheinen von Guardians of the Galaxy schlagartig geändert. Die Entwickler aus Montreal (bekannt u.a. für Titel wie Deus Ex Human Revolution und Mankind Divided) haben genau verstanden, wie man das Team um Star-Lord und Co. umsetzen wollte. Sowohl die tolle Inszenierung als auch die Dialoge unter den Charakteren und die hervorragende musikalische Untermalung sind großartig umgesetzt worden. Was das spielerische betrifft ist es jetzt nicht der ganz große Wurf. Spaß hat man in jedem Fall allerdings ist es (und will es auch gar nicht sein) keine ernsthafte Konkurrenz zu einem Devil May Cry oder Metal Gear Rising. Es ist mehr ein lineares Action Abenteuer mit lockeren und witzigen Sprüchen, wo man durchgehend eine gute Zeit mithat. Alles in allem hoffe ich für das nächste Marvel Spiel, das sich gerade die Entwickler aus dem Hause Square Enix sich ein wenig an Guardians of the Galaxy als Vorbild nehmen. Hätte einem Avengers auch sehr gut getan...

Platz 2: Ratchet & Clank: Rift Apart

Es ist der große Titel direkt im ersten Jahr der PS5. Insomniac Games hat wie immer abgeliefert und demonstriert mit diesem Titel hervorragend die Leistung der aktuellen Sony Konsole. Abwechslungsreiche Welten, tolle grafische Umsetzung, die unbändige Leistung der SSD und zu guter Letzt der DualSense in Höchstform. Der Spielspaß kommt wie immer bei einem Ratchet & Clank sowieso nicht zu kurz. Ein wenig länger hätte das Abenteuer sichergehen können. Aber lieber kurz und spaßig als lang und es zieht sich wie Kaugummi.

Platz 1: Returnal

Housemarque hat schon in all den Jahren zuvor immer Arcade Spiele der höchsten Klasse rausgebracht. Sobald sie ein Spiel angekündigt haben war der Spielerschaft bewusst, da kommt eine Spielspaß Granate auf uns zu. Und so auch bei Returnal und wie sie da einen rausgehauen haben. Zuerst war ich ziemlich skeptisch. Ein Story Spiel von Housemarque? Nicht mehr durch und durch Arcade wie in der Vergangenheit? Meine Sorge war unbegründet. Returnal hat von der ersten Sekunde an gezündet und mich nicht mehr losgelassen. Spielerisch eine absolute Suchtbombe, ein Augenschmaus hinsichtlich der Grafik und des verdammt gut gelungenen Art Designs und einer unglaublich guten und dichten Atmosphäre. Alien lässt grüßen. Mit großem Abstand mein Spiel des Jahres und ich bin sicher, dass ich immer wieder zurück zu meinem Raumschiff gehe und das Abenteuer beginnt wieder von vorn...

Enttäuschung des Jahres: Resident Evil: Village

Was habe ich mich auf diesen Titel gefreut. Meine Erwartung war groß nachdem gelungenen 7. Teil der Resident Evil Reihe. Es begann schon mit der vorab veröffentlichten Demo die Capcom exklusiv für PS5 Nutzer/in bereitgestellt hat. Dieser Geschmack der Demo war exakt, dass was ich mir von der Vollversion erhofft habe. Zu Beginn hat es mich auch komplett in der Hand gehabt. Das Schloss, die Stimmung, die boshafte Lady Dimitrescu und ihre Töchter. Vielversprechender Anfang, starker Mittelteil und ein unrühmliches Ende! Ab einer bestimmten Stelle im Spiel, so gesehen das letzte Drittel des Spiels war gelinde gesagt eine Katastrophe. Capcoms Entwickler sind mal wieder ähnlich abgedriftet, wie im erschreckend schwachen sechsten Teil der Reihe. So das Village trotz des starken Anfangs so nachgelassen hat, dass es verdientermaßen meine absolute Enttäuschung des Jahres ist. Und ich ahne nichts Gutes für Resident Evil 9 nachdem ich Village durchgespielt habe.

Platz 3: A Plague Tale: Innocence

Wenn ich nach den ersten fünf Stunden gehe, müsste das Drama eigentlich auf dem ersten Platz rangieren. Die Atmosphäre ist beeindruckend dicht, die Geschichte toll erzählt und technisch ist A Plague Tale ebenfalls auf einem hohen Niveau. Was das Spiel letztendlich den Sieg in meiner Liste gekostet hat, ist das zum Ende hin extrem auf Trial & Error geprägte ja schon unfaire Gameplay. Eine Szene war auch so frustrierend für mich, dass das Spiel mehrere Wochen in die Ecke flog. Trotz dieser Mängel ist A Plague Tale dennoch ein Highlight auf der PS5 und in Sachen Storytelling einen Durchgang wert. Ein Dank geht hierbei an PS plus, wo der Titel inkludiert war.

Platz 2: Marvel's Guardians of the Galaxy

Ganz klar meine Überraschung dieses Jahr. Während ich von den Marvel's The Avengers die Finger gelassen habe, zögerte ich hier sehr lang. Dies galt wohl generell für viele Käufer, da das Spiel recht schnell verschleudert wurde. Zwar haben die Wächter der Galaxy mit so einigen Macken zu kämpfen, doch das Gesamtpaket stimmte. Es machte einfach mega viel Spaß den Dialogen zu lauschen, die sich nie wiederholen und auch meistens auf die jeweilige Situation zugeschnitten waren. Ganz großes Kino. Auch technisch schaut das Spiel größtenteils hervorragend aus, wären da nicht viele kleine Grafikfehler, die mich etwas rausgerissen haben. Auch das viele Dialoge abgeschnitten wurden, da bereits die nächste Szene getriggert wurde, ist negativ hervorzuheben. Des Weiteren nervten die Arenakämpfe mit zunehmender Spieldauer und die überlade Controllerbelegung, welche mich in den heutigen Kämpfen ausgebremst hat. Aber trotz all der Kritik, hatte ich 14h lang sehr viel Spaß mit der Truppe.

Platz 1: Ratchet & Clank: Rift Apart

Für mich ganz klar das Highlight dieses Jahr. Das Gameplay geht flüssig von der Hand und vor allem kommt Ratchet & Clank ohne komplizierten Ballast daher, der einen mehr behindert, als dass er Spaß macht. Hinzu kommt eine fabelhafte Technik mit beeindruckenden Effekten und liebevollen Details. Zu bemängeln wäre einzig die Spieldauer und dass man zu leicht die Platin-Trophäe einsacken kann. Beides hat mich persönlich nicht gestört und sehe ich sogar als Vorteil für jemanden, der das Hobby nur nebenbei betreibt.

Enttäuschung des Jahres: PS5 und es hat sich nicht viel getan

Da meine Zeit vor der Konsole dieses Jahr leider recht begrenzt war, hab ich wenig Erfahrung mit Enttäuschungen. Schlecht finde ich noch immer das Userinterface der PS5, welches einfach nicht intuitiv ist. Mit dem letzten Update hat es sich zwar leicht verbessert, dennoch ist die Bedienung noch davon weit weg, flüssig zu sein. Auch das hin und her mit den Updates von PS4 auf PS5 Spielen ist undurchsichtig und nervig, besonders in einer Zeit, wo PS5 Konsolen immer noch Mangelware sind. So bleibt vielen nur der Kauf der PS4 Version, was hinten raus zusätzliche Kosten verursacht. Ansonsten gab es für mich nicht viel zu meckern. Und da ich sowieso wenig Zeit zur Verfügung hatte, war ich nicht Mal über die Verschiebungen einiger vielversprechender Titel böse.

 

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